Gutes Plastik | Schlechtes Plastik

Gestern war ich im Rubbish Café in Berlin. Das schöne Café auf der Brunnen Strasse (U-Bahnhof Bernauer Str. ) ist ein Pop up von der uns wahrscheinlich allen bekannten nachhaltigen Haushaltsmarke ecover. Eine Marke, die es sich zum Ziel gesetzt hat, nicht nur Vorreiter für ökologisch saubere Wäsche, Wohnräume und Geschirr zu kämpfen. Sie gehen einen Schritt weiter und denken die saubere Sache weiter! Sie möchten ihren Beitrag zu einem sauberen Planeten Erde leisten.

Gutes Plastik | Schlechtes Plastik

 

 

Im Rubbish Café von ecover (Brunnenstrasse No 45)  könnt Ihr noch bis Sonntag erleben, wie live und in Farbe Plastik recycelt wird. Ihr habt die Möglichkeit, z.B. gemeinsam mit Euren Kindern ein Stück Plastikmüll gegen ein Getränk einzutauschen und zu erleben, wie aus Eurem Müll eine Wäscheklammer hergestellt wird.
Ich fand es toll spannend und werde mit unseren Kindern in jedem Fall noch mal vorbeischauen. Denn eine ganz wichtige Sache habe ich gestern noch mal verinnerlicht.

Unsere Aufgabe als Eltern ist es nicht, nur unseren Kindern ein gutes ökologisches Vorbild zu sein, nein, wir müssen noch einen Schritt weiter denken: Wir sollten ihnen einen guten Umgang in Bezug auf ein sauberes Leben beibringen.

 

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die in der Menge Großes bewegen können, wenn wir eine Generation mit neuem Bewusstsein heranziehen. Wenn es für unsere Kinder es ganz klar ist, dass es zum Schutz des Planeten besser ist, wenn wir:

  • Regional kaufen
  • Lebensmittel in unverpackt Läden kaufen
  • Wenn möglich, wieder selber Obst Gemüse anbauen
  • Den Müll richtig trennen, damit er wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden kann
  • Generell weniger Müll produzieren
  • Die Umwelt nicht durch Pestizide und Plastik in den Weltmeeren zerstören
  • Im Grunde genommen den ökologische Fußabdruck jeden Tag so klein wie möglich halten und das einfach verinnerlichen

Dann haben wir die Chance, dass auch noch unsere Enkel und Urenkel auf unserer Erde leben können. Machen wir allerdings weiter wie bisher, dann wird sich unsere Welt früher oder später selbst vernichten. Wir lassen gerade die Bienen sterben, essen zu viel Fleisch und von der schlecht betriebenen Landwirtschaft und ihren Folgen möchte ich gar nicht anfangen. Wir kennen alle die Bilder von Walen und Delfinen mit Plastikmüll im Bauch und natürlich nehmen auch wir diese Micro-Plastikpartikel mit in unseren Organismus auf, wenn wir Fisch essen.

ecover Rubbish café

Denken, dann Handeln!

Gestern gab es eine spannenden Diskussion mit verschiedenen Experten auf diesem Gebiet. Im Raum saßen nur Menschen, die für eine bessere saubere Welt kämpfen. Aber auch, wenn alles richtig und wichtig ist, was ich dort gehört habe, denke ich, dass wir nicht mit erhobenem Zeigefinger in die Welt gehen sollten. Natürlich sollte jeder seinen Beitrag leisten, aber eben so, wie es das Leben gerade zulässt. Ich bin eine große Verfechterin von wiederverwendbaren Umverpackungen. In meinem Leben gibt sehr, sehr selten Coffee to go Becher, denn ich habe meistens einen eigenen dabei, Bienenwachstücher, Glas- und Edelstahlboxen gehören in unser Leben wie die Luft zum Atmen. Aber ich würde niemals von meinen Mitmenschen und auch nicht von mir verlangen, dass man beispielsweise nichts mehr kauft, das in Plastik verpackt ist, oder aber Plastik generell komplett verbietet.

Es ist eben nicht immer alles nur schwarz oder weiss !

Gutes Plastik schlechtes Plastik

Auch wenn mit Kunststoffen Risiken verbunden sind, wer sie deswegen von vornherein ächtet, macht es sich zu einfach. Denn auch auf der Haben-Seite der Materialien lässt sich einiges verbuchen. Nicht zu Unrecht sind Kunststoffe seit einigen Jahrzehnten nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken und finden sich in fast jedem Gerät, das uns das Leben erleichtert. So gehört auch zu ihren Vorteilen, dass sie so haltbar sind, obwohl genau das zu einem ökologischen Problem werden kann. Sie sind zudem leicht, stabil, luft- und wasserdicht und nicht zuletzt billig.
Wegen ihrer Vorzüge sind Kunststoffe nicht einfach zu ersetzen. Zum Beispiel in Tüten. So bieten Taschen aus Papier der Deutschen Umwelthilfe zufolge keine umweltfreundliche Alternative. Denn ihre Produktion verbraucht deutlich mehr Energie und Wasser, zudem werden dabei Chemikalien eingesetzt, die der Umwelt schaden. So fällt die Ökobilanz einer Papiertüte schlechter aus als die einer ordentlich entsorgten Plastiktüte!
Was ich damit sagen möchte: Wir sollten natürlich beispielsweise die Lebensmittel wählen, die nicht in Plastik verpackt sind. Bei klebrigen, feuchten Lebensmitteln, die nun mal in einer Plastik Umverpackung am besten aufgehoben sind, ist die richtige Entsorgung (grüner Punkt) wichtig, um sie dem ökologischen Kreislauf wieder zuzuführen. Es macht für mich keinen Sinn, einem Wertstoff, in den schon Energie geflossen ist, den Garaus zu machen und ihn zu vernichten. Er muss recycelt werden .
Unsere Aufgabe ist es, genau das unseren Kindern zu erklären und mitzugeben.

 

für ein noch schönes Morgen

 

Tipps für ein besseres Morgen, an die Ihr vielleicht noch nicht gedacht habt:

 

  1. Rettet unsere Weltmeere und fahrt weniger Auto ! Denn 60 Prozent der verschluckten Plastikpartikel im Meer kommen von den Partikeln, die sich beim Autofahren von den Reifen ablösen.
  2. Zieht beim Joghurt Becher den Aluminium Deckel ab und schmeißt in separat in den gelben Sack, denn so kann die Mülltrennung von den Maschinen richtig vonstatten gehen. Der Deckel kommt in den Aluminium Kreislauf und das Plastik wird auch wieder verwertet. Ist der Deckel in den Becher gesteckt, kann beides nicht verwertet werden.
  3. Kleidung aus recycelten Plastik ist eine wirklich bescheuerte Marketing Idee. Ganz ehrlich, wer möchte denn Kleidung tragen, die aus PET Flaschen besteht? Ich trinke noch nicht einmal daraus, weil sie immer noch Krebs erregende Stoffe enthalten, und das möchten weder ich noch meine Kinder auf der Haut tragen. Zudem: Wenn ich diese Kleidung wasche, gehen wieder Micropartikel ins Meer – auch nicht besonders sinnvoll! Ein gutes Beispiel sind auch die Turnschuhe aus Meeresmüll, mit denen Adidas gerade wirbt. Ich frage mich zum einen, wo sie den ganzen Plastikmüll rausgefischt haben. Und zum anderen wäre es besser gewesen, daraus keine Kleidung zu machen, sondern ihn zu etwas zu verarbeiten, das immer wieder dem recycelbaren Kreislauf zugeführt werden kann…. In Kleidung und Schuhen verarbeitet ist es totes Material.

 

Edelstahl Boxen anstelle von Plastik

Meine liebsten Produkte zum zum Thema Müll vermeiden:

 

  1. To Go Becher aus Glas (klick)
  2. Flasche aus Edelstahl (klick)
  3. Gemüsesäcke (klick) oder (klick)
  4. Beuteltasche (klick)
  5. Bienenwachstücher (klick)
  6. Ein ganzer Artikel zum Thema Brotboxen ist hier (klick)

So, Ihr Lieben, eigentlich sollte ich nur etwas über das Rubbish Café schreiben, aber ich bin leider etwas dem Schreibwahn verfallen…. Aber manche Themen müssen eben auch mal in die Öffentlichkeit. Das war also heute mein Beitrag, um meinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Denn wenn es gut läuft, verinnerlicht Ihr das eine oder andere, gebt es an Eure Kinder weiter und wir sind wieder einen Schritt voran auf dem Weg zu einer sauberen Welt.
Alles Liebe, Eure Rebecca

 

*Noch mal eben kurz zu ecover! Das neue Spülmittel ist nun in der ersten Flasche im ecover Sortiment, deren Flaschenkörper aus 100% recycelten Plastik hergestellt ist. Zurzeit werden noch weitere Alternativen erprobt, um Verpackungsmüll zu reduzieren und die Umwelt zu schonen. Ich liebe es, wenn sich Unternehmer mit so viel Engagement und Herzblut dieses Themas annehmen! Schaut mal hier das Leitbild des Unternehmens an (klick)

Rubbish Café Ecover Café Hermann Eicke Brunnenstraße 45 10115 Berlin

Öffnungszeiten der Wertstoff Academy: Freitag, 12.10.2018 von 15:00 bis 19:00 Uhr Samstag, 13.10.2018 von 15:00 bis 19:00 Uhr

3 Kommentare

  1. Ich liebe deine Artikel sehr!
    Darf ich fragen, welche Kosmetik du verwendest und schampoo, Duschgel, Deodorant?

    • Liebe Anja,
      vielen dank !!!!!
      Also wir steigen gerade kompltt auf Shampoo und Spühlung in Seifenform um. Deo mag die die Aluminiumfreien von Lavera und gerade ganz neu entdeckt das in der Glasflasche von der Bio Hausmarke von dm. Kosmetik also Schminke auch von Lavera. Hautcreme,Öle und Waschgel von Dr.Hauschka und Lavera, Primavera und Weleda relativ wild gemsicht. Alles Liebe, Rebecca

  2. Liebe Rebecca,
    was für ein wunderbarer Artikel! Ich habe bis eben wirklich gedacht, recycelte Kleidung oder Turnschuhe seien sinnvoll. Aber du hast ja Recht: aus Plastikflaschen trinken wir schon lange nicht mehr, und dann möchte man das PET ja wohl auch kaum auf der Haut haben! Danke für den Denkanstoß und die gut umsetzbaren Tipps. Ich bin gerade hellauf begeistert! Liebe Grüße, deine Esther

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