Depression kennt keine Feiertage! Mit Depressionen und Kindern Leben

Mit Depressionen und Kindern Leben

Hilfe für Kinder depressiver Eltern

Ihr Lieben ,

eigentlich wollte ich heute ein schönes DIY zeigen passend zu Nikolaus, aber irgendwie schweiften meine Gedanken immer wieder ab, eine Art Traurigkeit umgab mich und das obgleich doch ein fröhlicher Nikolaustag sein soll. Denn meine Gedanken gelten all jenen, denen es vielleicht heute nicht so gut geht. Mir viel dann wieder ein Brief ein, den ich vor gut einem Jahr erhalten habe nachdem ich meinen Artikel “Ich habe keinen Atem mehr“, veröffentlicht habe. Ein Brief einer Leserin, wenige Worte, aber eine Geschichte die mich zum weinen  gebracht hat, denn es gibt sie diese Menschen, Mütter und Väter die mit einer Krankheit kämpfen die unter dem Namen Depression bekannt ist. Eine Krankheit über die meines Erachtens viel zu wenig gesprochen wird. Ein Krankheit die jeden treffen kann, junge, alte, dicke, dünne, erfolgreiche, arme, reiche, schwarze, weiße….einfach jeden. Sie kommt gefühlt aus heiterem Himmel und ist sie mal da, so bleibt sie gerne. Sie macht aus Sonnentagen immerwährende Regentage und all jene die sich nicht mit diesem Krankheitsbild auskennen, sie nicht in ihrer direkten Umgebung erleben, die verstehen auch nicht wie lebensbelastend und familienbestimmend sie sein kann. Ich habe diesen Text in den letzten Jahren  schon X Mal angefangen und nicht zu Ende geführt, denn ich wollte niemanden bloßstellen oder mit zu viel Privatsphäre im Netz überfahren. Doch nach einigen Gesprächen mit meiner Familie in den letzten Wochen, wurde mir klar es jetzt an der Zeit ist, mit meinen Erfahrungen und meiner Sicht auf die Dinge aus der Position einer Betroffenen in die Welt zu treten. Ich für meinen Teil bin nicht depressiv, ganz im Gegenteil ich bin gesegnet mit einer Fröhlichkeit und einer sonnigen lebensbejahenden Einstellung. Aber ich habe viele Jahre mit einem kranken Menschen zusammengelebt. Ich kenne all die Tücken dieser Krankheit und auch ich habe Tage an denen ich nicht akzeptieren möchte das mein krankes Gegenüber dies und das eben gerade einfach nicht kann! Auch mir fehlt an manchen Tagen das Verständnis dafür bzw. ich könnte an die Decke gehen, wenn wieder einmal ein Termin nicht eingehalten wird. Aber ich muss mir immer wieder in Erinnerung rufen, warum es gerade so ist und das es mit Sicherheit nicht bösartig gemeint ist. Ich denke gerade für betroffen Lebenspartner ist der Weg mit und durch die Depression ähnlich Kräfte zerrend wie für den Depressiven selber, denn wir müssen immer stark sein, die Familie beisammen halten, dem Mann/Frau zur Seite stehen. Noch viel schwieriger wird es, wenn Kinder mit ins Spiel kommen. Nicht nur die immerwährende große Sorge sie könnten auch irgendwann betroffen sein, sondern auch durch das kranke Elternteil vielleicht Schaden nehmen.

In diesem Fall ist der richtige Umgang mit dem Kind und die Kommunikation über die Krankheit enorm wichtig. In diesem Fall muss sehr behutsam vorgegangen werden. Wir müssen versuchen den Kindern je nach Alter, die Situation so gut wie möglich zu erklären und es zu begleiten. Denn Kinderseelen sind sehr sensibel und empfindsam, ein Kind liebt Mama und Papa bedingungslos, nimmt nicht übel und verzeiht alles. Doch ist es immer gut mit dem Kind ins Gespräch zu kommen zu erklären warum Mama oder Papa gerade nicht spielen können, oder aber nur wie ein Häuflein Elend auf dem Sofa sitzen. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt das ein ehrlicher Umgang der beste Weg ist, denn sobald man anfängt zu lügen um etwas zu vertuschen oder zu entschuldigen, kann es passieren, dass die Kinder die Situation und auch die Traurigkeit die das Elternteil ausstrahlt auf sich zu beziehen, sich verantwortlich fühlt. Besser ist es Worte zu finden für die Situation, wie beispielsweise “Mama/Papa hat heute einen Regentag“! Morgen geht es ihm bestimmt wieder besser und er kann mit dir auf den Spielplatz gehen” oder „ Papas Seele hat Schnupfen“, war ein Wortspiel das unsere Tochter irgendwie gut greifen konnte. Es gibt einige schöne Literatur die verlinke ich euch am Ende des Artikels!

Hilfe für Kinder depressiver Eltern kann auch von Extern eingholt werden z.B. in den Kindeschutzzentren in eurer Stadt

Ich möchte nun noch den Brief mit euch teilen, den Sabine mir geschickt hat. Ich finde es sind ganz mutige Worte und sie ist trotz ihrer Krankheit eine sehr starke Frau die eine mutige Entscheidung getroffen hat zum Schutz und Wohle ihres Kindes. Das ist für mich Mutterliebe in reinster Form! Meine Gedanken und gute Wünsche sind heute bei ihr und all den anderen Müttern und Vätern die mit dieser Krankheit und den stetigen Schuldgefühlen gegenüber ihrer Kinder leben müssen.  Ein kleiner Trost an dieser Stelle aus der Sicht und den Empfindungen der anderen Seite, ich denke die betroffenen Kinder sind oft stärker als wir denken. Ich kann aus eigener Erfahrung mit Bestimmtheit versprechen, das ein Kind das vom gesunden Elternteile behutsam aufgefangen wird und vom kranken Elternteil einfach nur geliebt wird gesund und auch glücklich in die Welt hineinwachsen kann.

In diesem Sinne alles alles Liebe  für euch,

Rebecca

Hier ist der Text von Sabine ! Vielen dank an dieser Stelle für deine Worte !

Liebe Rebecca,

Ich bin Sabine, 37 Jahre alt, aus dem wilden Westen Deutschlands. Seit mittlerweile 6 Jahren begleitet mich meine Krankheit, genannt Depression. Also offiziell und nachgewiesen, unterschwellig war sie sicher schon vorher da.
Mein Sohn ist fast 8 Jahre und hat leider sehr viel mitbekommen. Bis vor 3 Jahren lebte er im Wechselmodell bei mir und bei seinem Vater.
Dann fällte ich eine Entscheidung, die ich heute zutiefst bereue. Ich beschloss, mit dem Kind wegzuziehen, in eine andere Stadt, 30 km eine Strecke. Das Wechselmodell wäre so nicht mehr möglich gewesen.
Der Vater liess sich das natürlich nicht gefallen und setzte Himmel und Hölle, oder auch Jugendamt und Gericht in Bewegung.
Es folgte ein wochenlanger, furchtbarer Rosenkrieg, für den ich mich heute immer noch schäme. Wir fanden leider ohne die Hilfe eines Richters keine Lösung.

Am Nikolaustag 2013 war dann der schlimmste Tag meines Lebens. Und ja, ich sage bewusst meines Lebens, denn mein Sohn hat diesen Tag als Nikolaustag erlebt und erst nach und nach erfahren, was los ist.
An diesem Tag habe ich, weil mir auch keine andere Möglichkeit blieb, zugestimmt, das mein Sohn ganz zum Vater zieht und ich ihn nur noch alle zwei Wochen am Wochenende sehe.
Seitdem ist Nikolaus für mich kein Fest mehr….

Ich weiss inzwischen, das es nicht nur der Umzug war, der mir mein Kind nahm. Und ihm die Mutter! Sondern vor allem die Folgen meiner psychischen Krankheit. Die ganz lapidar ausgedrückt dafür sorgen, das ich den Haushalt nicht mehr schaffe.

Vielleicht denken sich jetzt einige, warum ich hier nur von mir rede. Wieviel schlimmer muss es doch für meinen Riesenzwerg sein, mich nur ab und an zu sehen.
Es stimmt, es ist schwer für ihn. Und es gibt Tage, da hasst er es. Aber es geht ihm gut beim Vater. Mein Ex kümmert sich sehr gut um ihn. Dazu kommt, das wir wieder miteinander reden können und er mir auch schon mal hilft. Wir wieder zusammen zu Festen gehen können in der Schule oder ähnliches. Und beim Elternsprechtag bin ich auch mit dabei.

Es läuft gut und wir haben uns alle damit arrangiert. Doch die Schuldgefühle werde ich wohl nie wieder los.
Ich bin eine Mama in Bereitschaft…. Auch wenns manchmal ganz schön weh tut!

Alles Liebe! Bine ♥

 

Bücher  Empfehlungen ! Wenn ihr noch welche kennt bitte kommentieren !

Papas seele hat schnupfen

Sonninge Traurigtage

Papa Panda ist krank. Ein Bilderbuch für Kinder mit depressivem Elternteil

Was ist bloß mit Mama los? Wenn Eltern in seelische Krisen geraten. Mit Kindern über Angst, Depression, Stress und Trauma sprechen

Mamas Monster: Was ist nur mit Mama los?

Als Mama nur traurig war

Für Erwachsene :

Kinder psychisch kranker Eltern stärken: Informationen für Eltern, Erzieher und Lehrer

Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

 

<

<im

17 Kommentare

  1. Wie gut, dass du über das Thema schreibst!

    Als Lehrerin habe ich schon ein paar Mal Kinder erlebt, die psychisch kranke Eltern haben. Es ist schwer den Kindern in der Schule keinen Stress zu machen, weil sie wieder mal zu spät kommen (weil sie morgens nicht geweckt wurden), weil sie ohne Frühstück kommen, weil sie kein Sportzeug dabei haben, weil sie das Kakaogeld vergesssen haben, usw….

    Unser Schulsystem ist für solche Fälle nicht gerüstet!

  2. Wow!
    Rebecca, du bist ganz wunderbar!
    Danke für deine Inspirationen und Gedanken die du teilst!

    Liebste Grüße, Dina

  3. Wie schön das du das hier thematisiert. Ich habe nach den Geburten meiner Töchter vor ca. 4 Jahren eine sog. depressive Bestimmung diagnostiziert bekommen und auch wenn es mir heute deutlich besser geht, habe ich je nach hormonhaushalt sehr mit den dunklen Wolken zu kämpfen…ganz blau wird mein Himmel viell.nicht mehr sein. Da liegt immer so etwas in der Luft.

  4. Ich hatte eine Depression nach der Geburt des 2. Kindes und werde es jetzt als Anlass nehmen, das mit dem ersten Kind noch einmal neu durchzusprechen.
    Vielen, vielen Dank für das Ansprechen und für die Buchtipps!

  5. Liebe Rebecca, ich danke dir, dass du dieses Thema aufnimmst. Gerade die nicht erkrankten Partner eines depressiven Menschen brauchen oft auch Unterstützung. Worte nicht persönlich nehmen, wenn Stimmungsschwankungen kommen, es auszuhalten, wenn der Kranke Partner unfähig ist, die einfachsten Alltäglichkeiten zu bewältigen…ja, das Aushalten bedarf Kenntnis. Viele depressive Menschen haben aber nicht den Mut, ihre Krankheit offen mit anderen zu teilen. Rebecca, vielleicht erreicht dein Beitrag mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema und liebevolles Annehmen. Danke, Jule

  6. Danke das du dieses schwere Thema ansprichst auch mich betrifft es. Mein Sohn lebt auch bei seinem Papa da geht es ihm gut und ich sehe ihn regelmäßig. Jetzt ist er 5,5 Jahre und fragt langsam nach warum es Mama oft nicht gut geht und so weiter. Da werden uns die Bücher bestimmt helfen :)

  7. Hallo Miteinabder,
    auch ich möchte mich sehr für die Buchtipps bedanken! Suche schon seit einiger Zeit, denn langsam kommt mein Sohn in ein Alter, dass er das Chaos in unserer Familie nicht mehr versteht…

    Möchte Euch erzählen, warum es so wichtig ist, eine Depression mit professioneller Unterstützung anzugehen. Denn alles zu vertuschen, kann auch ein Schritt in die falsche Richtung sein…

    Ich lebte 12 Jahre mit dem Mann zusammen. Er stürzte während seines Studiums und Promotion in ein depressives Loch. Ich merkte zwar, dass er nicht mehr so gerne mit an unsren alltäglichen Aktivitäten teilnahm. Dachte aber oft, es läge an den vielen Prüfungen…

    Wir wünschten uns schon Jahre ein gemeinsames Kind, und so wurde ich in dieser Zeit schwanger. Ach wie freuten wir uns gemeinsam…

    Dabei verheimlichte er mir all seine Gefühle – und auch die Einnahme von heftigen Beruhigungsmitteln (welche er wohl schon Jahre lang nahm und von seinem Hausarzt regelmäßig verschrieben bekam) Er schluckte diese vor Versagensängsten… wollte immer funktionieren und seine Krankheit stand ihm immer im Wege.
    Mein Baby wuchs heran und ich freute mich immer mehr. Doch der Vater bekam scheinbar immer mehr Ängste. Als die Tabletten nicht mehr halfen, griff er zum puren Alkohol. Es spitzte sich alles so zu, dass er sich nur noch beruhigen musste… immernoch alles heimlich.

    Natürlich bemerkte ich – spätestens nach der Einnahme von Alkohol – dass hier deutlich was nicht stimmte. Er log mich nur an. Trank nachts. Und immer wenn ich unterwegs war. So fing an zu suchen. Wie Schuppen von den Augen viel mir seine Krankheit als ich erste leere Schnapsflaschen fand.
    Ich versuchte alles, ihn zu rede zu stellen. Meine Familie versuchte alles ihm zu helfen. Ich suchte die besten Ärzte, die interessantesten Studien ihm irgendwie helfen zu können. Wir sind keine assoziale Familie. Wir standen vor einem gemeinsamen goldenen Tor und es hätte alles so gut werden können. Ich suchte alle Hilfen, doch er wollte nicht. Er wollte sich nicht helfen lassen. Stattdessen – überall Flaschen – Im Kleiderschrank, hinter Ordnern, auf der Küche… Alkohol und Bezodiazepinen zusammen sind die gefährlichste Mischung. Sie kann tödlich enden. Nach etlichen Einlieferungen und Entzügen gab ich auf. Ich konnte nicht mehr.
    Mein kleiner lag mir ihm Arm und lachte mich an. Ich erkannte – er ist mein größtes Glück. Wir müssen hier weg.
    Mitleid half mir nicht.
    Ich hatte zu der heftigsten Phase meines Freundes unser Baby bekommen. Die eigentlich schönste Phase eines Paares hatte er mir mit undendlichen Sorgen so kaputt gemacht. Wir haben uns eigentlich so unglaublich auf den Kleinen gefreut.
    Und so stand ich völlig alleine mit ihm da.

    Die Angst um einen Suchtkranken Menschen – die Völlige Hilflosigkeit. Ich werde das Gefühl nie mehr vergessen. Die Angst den Menschen an der scheisse zu verlieren. Ich glaube immer ans gute. Doch irgendwann erkannte ich – diese „Krankheit“ verläuft wie im Buche. Ich kann ihm nicht helfen. Auch unser größtes Glück – unser kleiner neugeborener Sohn kann ihm nicht helfen.

    So zog ich aus. Ich musste mich um meinen so zuckersüßen Sohn kümmern. Und musste meine Kräfte für mich aufheben. Diese raubte er mir nämlich ständig. Unterschwellig. Seit dieser Zeit habe ich gelernt, wie wichtig es ist, auf sich aufzupassen…. denn es gibt nichts wichtigeres sich selbst zu lieben!
    Auf sich zu achten!
    Sich keine Energie rauben zu lassen!
    Auch nicht von Depressionen. Denn manchmal habe auch ich mit der Kraftlosigkeit zu kämpfen.
    Und das Glitzern von Kinderaugen, die Tiefe Liebe in sein eigenes Kind muss jeden wachrütteln… es fällt nicht immer leicht die kräftige starke Mama zu sein. Doch ich versuche täglich das Leben für meinen Leo und mich so schön wie möglich zu machen…

    Das positive an der ganzen Sache – ich schätze und erkenne mittlerweile viel deutlicher die wichtigen Dinge des Lebens!
    Gesundheit und Familie.
    Der Konsum und das Jammern unserer Gesellschaft – darüber kann ich nur noch Lächeln. Deswegen Rebecca, finde ich sehr, dass dein Bericht besonders gut in diese Zeit passt! Wir müssen oft viel mehr die Dinge schätzen, die wir haben!

    Von Herzen alles gute Zusammen & eine besinnliche Weihnachtszeit!

    Elisa

  8. Hallo Rebecca,
    ich finde es toll das endlich mal so offen aber zu gleich einfühlsam über dieses Thema gesprochen wird! Es ist so wichtig! Denn kein Mensch muss sich für seine psychische Krankheit schämen!
    Es gibt ein tollen Buch ,, Mein schwarzer Hund“ das die Krankheit Depression erklärt! Für größere Kinder, Freunde und Familie!

    Alles Liebe
    Celina

  9. Hallo,
    ich finde Deinen Blog sehr schön. Wir sind eine Waldorffamilie mit behindertem Kind. Leider bin ich selbst nun auch erkrankt. Ich kann so gut mitfühlen wie es einem geht. Ich kämpfe ständig um Dinge für das behinderte Kind, etc. Nun bin ich durch meine Krankheit momentan nicht in der Lage zu arbeiten, was uns in finanzielle Not gebracht hat. Manchmal und vor allem in der Weihnachtszeit nimmt einen das ganze Schiksal so mit. Dein Blog gibt mir immer wieder ein Lächeln. Danke liebe Rebecca

  10. Sehr gut geschrieben. Und es ist so wichtig dieses Thema. Es muss viel öfter aufgegriffen werden.
    Meine Mutter ist depressiv. Als ich ganz klein war, habe ich davon nicht viel mitbekommen. Aber irgendwann habe ich gemerkt dass da etwas anders ist bei uns.
    Meine Mama hat alles für uns getan, trotz ihrer Krankheit.
    Vor 2 Jahren war Sie aber an einem Tiefpunkt. Sie hat versucht sich umzubringen. Hat keinen Ausweg mehr gesehen aus der Traurigkeit.
    Sie hat mit ganz viel Glück überlebt.
    Aber dieser Tag lässt mich auch nach 2 Jahren nicht los.
    Daher finde ich es so wichtig dass darüber geschrieben und erzählt wird damit wir alle mehr aufeinander acht geben.

  11. ein ganz wichtiges thema hast du da angesprochen, liebe rebecca! denn gerade auch mütter die kinder, job, ehe und haushalt managen, oft davon betroffen sind, das die seele irgendwann überschnappt und überfordert ist. weil man sich selber vergisst und seine bedürfnisse ganz hinten anstellt. mich hat es vor ein paar jahren ähnlich schwer erwischt, allerdings habe ich wohl zum glück rechtzeitig die notbremse gezogen und mich selber einweisen lassen. sonst hätte ich das nicht aus dem loch geschafft. und zum glück bin ich dir da sehr ähnlich – eigentlich habe ich ein sehr optimistisches, sonniges gemüt. aber manchmal überkommt es mich ganz schwer und dann überfordern mich die kinder, mein alltag, meine wünsche wie es gefälligst zu sein hat. dann muss ich mich hinsetzen und atmen. es ist für meinen mann bestimmt auch nicht immer einfach, denn es ist auch oft ganz schwer in worte zu fassen, was eigentlich gerade nicht in ordnung ist. und es ist auch schwer für die kinder, die natürlich schon gar nicht verstehen, warum mama jetzt eigentlich schon direkt morgens sowas von schlecht gelaunt ist. es ist ein teufelskreis und ich kann da jedem nur raten: lasst euch helfen! es ist wirklich sehr gut in den griff zu bekommen (ohne medikamente!). <3 danke für diesen post!

  12. Liebe Rebecca,
    ganz ganz liebes Danke für deine inspirierenden Worte. Auch dafür, dass du auch solche Theneb immer mal wieder ansprichst!
    Liebste Grüße
    Julia

  13. Danke,dass Sie das Thema Depression gerade zu der manchmal hektischen Weihnachtszeit ansprechen .Mein Mann hat schon seit 4 Jahren Depressionen,es hat unser Leben verändert,diese Depression!Wir führen ganz normales Leben,zwei Kinder,Arbeit und was alles zum Familienleben dazugehört.Mein Mann macht eine Therapie,er nimmt Medikamente,er arbeitet ganz normal,auch wenn es ihm bestimmt manchmal schwer fällt (er ist Koch),sehr lange stressige Arbeitszeiten!Doch er macht auch regelmäßig Sport,dass ihman sehr wichtig ist.Ich habe Zeit gebraucht um (Sie) zu verstehen und auch zu dulden!Es braucht viel Geduld und Verständnis für den Mann und Papa,ich lasse ihm Freiraum.
    Die Kinder (die grosse) weiss Bescheid, der kleinere nicht,wir reden nicht andauernd darüber,wenn der Papa einen Tiefpunkt hat,dann haben wir Verständnis und er darf sich zurückziehen .Sonntags ist immer unser Familientag,dass geniessen wir auch und Unternehmen meistens etwas schönes.Kein Druck,kein erzwinagen. Wir führen ein normales Familienleben (nur das Sie da ist!). Manchmal war es nicht leich Verständnis und Geduld zu haben,aber ich liebe meinen Mann und ich weiss wie Lebensfroh und lustig er war bis Sie kam!
    Ich lasse Ihn nicht im Stich und begleite ihn dabei,soweit ich es kann.Er selbst arbeitet auch daran Sie loszuwerden!wir nehmen es manchmal auch mit Humor!manchmal weine ich,nur für mich alleine und wünsche mir viel Kraft um das alles zu schaffen!Der Zusammenhalt von der ganzen Familie gibt meinem Mann viel Kraft ,der Weg ist noch lang an sich zu arbeiten,ich wünsche ihm vom ganzem Herzen das er das schafft !
    Allen die selber betroffen sind oder der Partner erkrankt ist wünsche ich viel Kraft und vorallem Verständnis, eine schöne Weihnachtszeit ☆☆☆☆

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.