Faire Tannenbäume,für schönes Weihnachtsfest

Faire Tannenbäume, nachhaltiger Anbau und eine sichere Samenernte für ein schönes Weihnachtsfest!

copyright toom

 

Mitten im September schreibe ich nun über Weihnachtsbäume. Zumindest ist es schon so kalt, dass ich hier in meiner Strickjacke sitzen kann und dabei Tee trinke, nur den passenden Lebkuchen habe (leider) nicht zur Hand. Ich möchte aber schon mal frühzeitig auf dieses Thema aufmerksam machen, denn es geht um Weihnachten und Nachhaltigkeit. Vordergründig scheint dies ein Thema zu sein, das nicht zusammen passt, da  die damit einhegenden Traditionen vielleicht nicht so viel Raum lassen für ein nachhaltiges Leben. Im weiteren möchte ich euch die Geschichte und die damit einhergehenden, meist unfairen Bedingungen der Tannensamen Ernte erzählen. Denn irgendwo müssen sie ja herkommen, die 30 Millionen Tannenbäume, die jedes Jahr in den warmen Stuben stehen.

Die Tradition vom Christbaum:

Schon vor vielen Jahrhunderten waren immergrüne Pflanzen in heidnischen Kulturen ein Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenskraft und auch zum Schutz des Hauses gedacht.  So haben die Germanen Tannenzweige zur Wintersonnenwende an öffentlichen Orten und vor ihren Häusern platziert. In nördlichen Gebieten wurden im Winter Tannenzweige ins Haus gehängt, um böse Geister am Eindringen zu hindern, das Grün der Zweige stand im Zusammenhang mit der Hoffnung auf den nächsten Frühling. Im Mittelalter  wurde diese heidnischen Traditionen zum Unmut der Kirche in den heimischen Stuben weitergeführt, ähnlich wie die Raunächte.

Inmitten der Nachhaltigkeitsdiskussion, dem Minimalismus und dem guten Miteinander sind da auch noch die Traditionen, die uns begleiten, die wir verinnerlicht haben und die vielleicht doch ein wenig mehr sind. Ich verstehe also total, dass ein Großteil von euch genau auf diese Traditionen nicht verzichten möchte, und für mich ist es auch total okay, wenn auf das weitere Drumherum geachtet wird.

Nachhaltige Weihnachten 5 Tipps :

  1. Geschenke in Stoff verpacken: Furusuki ist dafür eine schöne Möglichkeit, oder aber hübsche Geschenksäckchen nähen.
  2. Gläser, alte Zeitungen oder Backpapier eignen sich auch wunderbar als Geschenkverpackung.
  3. Die Natur schenkt uns die schönste Deko: ob Tannenzapfen und Zweige, getrocknete Orangenscheiben oder grüne Äste. Nach den Feiertagen kann vieles fürs nächste Jahr aufbewahrt werden, der Rest kommt in die Bio-Tonne
  4. Selbstgemachte Geschenke wie z.b. diese Seife hier
  5. Weniger ist mehr ! Was bedeutet eigentlich nachhaltig schenken? Nachhaltig schenken bedeutet, jemandem eine Freude zu machen, die der Beschenkte möglichst lange genießen kann und für die weder Mensch noch Natur zu Schaden gekommen sind. Wir müssen uns unseren Konsum bewusst machen, nur dann können wir nachhaltig kaufen und schenken. Verschenke doch einfach mal deine Zeit, um gemeinsame Erlebnisse zu genießen.

Faire Tannenbäume | Faire Samenernte!

 

Fotos copyright toom

toom sorgt gemeinsam mit der Stiftung „Fair Trees“ für sichere Samenernte in Georgien

 

Faire Tannenbäume: Was bedeutet das eigentlich? Warum faire Samenernte? Ja, das sind die Fragen, mit denen sich die meisten nicht beschäftigen. Obgleich es außerordentlich wichtig wäre. Denn die 30 Millionen Tannenbäume, die jedes Jahr verbraucht werden, müssen auch irgendwo herkommen bzw. neu gepflanzt werden. Gerade die Samenernte ist mit sehr viel Gefahr verbunden, da die ungelernten Erntehelfer meist ungesichert in die Tanne hinauf steigen, um die Zapfen mit den wichtigen Samen zu pflücken.

Gemeinsam mit der Stiftung „Fair Trees“ setzt sich toom für faire Arbeitsbedingungen während der Ernte in Georgien  ein und unterstützt mit jeder verkauften toom Nordmanntanne soziale Projekte vor Ort.

toom engagiert sich folgendermaßen:

Die Baumarktkette toom denkt natürlich noch einen Schritt weiter! Bei toom in Deutschland gibt es  nun eine faire Alternative zu den herkömmlichen Nordmanntannen. Das Schöne: Für jede verkaufte Nordmanntanne  wird ein Weihnachtsbaum aus fairer Ernte gepflanzt. So wird also das  Sortiment nachhaltigerer Produkte in den Märkten erweitert. Dabei werden alle Nordmanntannen bei toom in Deutschland oder Dänemark großgezogen. Hier schließt sich auch der Kreis in Punkto Nachhaltigkeit langfristig gedacht! Kurze Transportwege und umweltschonender Anbau. Mit diesen Lieferanten hat die Baumarktkette spezielle Vorgaben für den Einsatz von Pestiziden erarbeitet, um bei der Anzucht der Weihnachtsbäume die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Ab diesem Jahr tragen sie daher das PRO PLANET-Label, das nachhaltigere Produkte im Sortiment ausweist

Um faire Bedingungen und ausreichenden Arbeitsschutz bei der alljährlichen Samenernte zu garantieren, hat toom gemeinsam mit der dänischen Organisation „Fair Trees“ einen Maßnahmenkatalog erarbeitet..

 

  • -So erlernen die Erntehelfer in einem fünftägigen Klettertraining unter deutschen Standards mit anschließender Prüfung die richtige Klettertechnik und proben im Erste-Hilfe-Kurs des Roten Kreuzes das Verhalten bei Unfällen.
  • Zudem wurden Fluchtrouten im Wald integriert und Notfallstrategien entwickelt, um eine schnelle und effiziente Hilfe bei Unfällen zu gewährleisten.
  • Darüber hinaus stellt „Fair Trees“ allen Arbeitern ein professionelles Kletter-Equipment, zahlt ihnen faire Löhne und bietet ihnen eine Unfallversicherung während der Erntesaison.
  • Außerdem erhalten die Erntehelfer sowie ihre Familien eine ganzjährige Krankenversicherung. Zusätzlich können auch sie an einem Erste-Hilfe-Kurs zum Thema „Child Care“ teilnehmen.
  • Zusätzlich unterstützt toom mit jeder verkauften Tanne die Stiftung „Fair Trees“ dabei, zahlreiche soziale Projekte in der Ernteregion in Georgien umzusetzen. So wurden bereits eine Zahnarztpraxis in einer der Grundschulen vor Ort eingerichtet, in der Kinder eine kostenfreie Behandlung erhalten, Computer- und Sportequipment gestellt und Stipendien an Schüler aus der Region vergeben. Außerdem bekommen die Kinder aus der Region jährlich einen gründlichen Gesundheitscheck durch die medizinische Klinik „Curatio“.

 

 

Tannenbaum Ubcycling

Für alle, die sich einen Tannenbaum zur Weihnachtszeit wünschen, habe ich noch mal den einen oder anderen Tipp, um den Baum für die Ewigkeit (zumindest einen Teil davon) weiterleben zu lassen.

Zauberstab aus Tannenbaumspitze:

Ihr braucht:

  • Schnitzmesser – wir lieben das hier, ein Opinel
  • Für etwas jüngere Kinder ist das hier toll (klick)*
  • Für feine Arbeiten und Verzierungen ist dieses Set toll (klick)*
  • Für feine Arbeiten und Verzierungen ist dieses Set toll
: Schnittschutz (klick)*
  • Handschuhe (klick)*
  • Die Spitze des Tannenbaumes wird genommen für den langen Zauberstab und die anderen sind auch Äste von einer Tanne.
ein Lederband und Kupferfaden zum Verzieren (klick)* und (klick)*

 

So wird es gemacht:

 

Eine weitere schöne Idee ist z.B.  das Schnitzen von Türhaken aus dem Tannenbaum, so habt ihr Jahr für Jahr einen neuen Haken im Haus.So wird es gemacht:

 

Eine andere schöne Art um den Baum in seiner Ganzheit zu wertschätzen und weiterleben zu lassen ist folgende Idee:

  • Ihr sägt mit euren Kindern eine Scheibe vom Baum ab
  • schmirgelt sie schön glatt
  • bohrt ein Loch hinein
  • malt sie an und schreibt vielleicht etwas Schönes drauf
    verwahrt sie in einer schönen Schachtel fürs nächste Jahr und hängt den Anhänger dann im nächsten Jahr an den Weihnachtsbaum.

Ich werde mich in diesem Jahr mal an das Projekt Löffel wagen, dafür habe ich mir schon dieses Buch besorgt: The Artful Woodenspoon, oder ein schönes Buch für Kinder ist das hier :werkstatt schnitzen.

Nun wünsche ich euch erst mal einen schönen Herbst. Und achtet im Dezember beim Tannenbaumkauf bitte darauf, woher eure Bäume kommen. Der faire Baum von toom ist in jedem Fall ein guter Schritt  in Richtung  faire Weihnachten.
Alles Liebe, Rebecca


 

Über Fair Trees:

Über Fair Trees:
Fair Trees wurde 2007 von den dänischen Baumzüchtern Marianne und Lars Bols gegründet. 2012 wurden in Deutschland erstmals fair gehandelte Weihnachtsbäume verkauft. Fair Trees ist ein anerkanntes Mitglied von Fair Trade Danmark und Fair Seed, der globalen Dachorganisation des fairen Handels WFTO. Ein Teil der Einnahmen eines jeden verkauften Fair Trees Weihnachtsbaumes fließt in die Fair Trees Stiftung, welche die Bildung, Gesundheit und Entwicklung der Bevölkerung in der Region Racha in Georgien fördert. Der Gesundheitscheck wird durch die medizinische Klinik Curatio durchgeführt. Nähere Informationen findet ihr  unter http://curatio.ge/en/. Kooperationspartner von Fair Trees sind das Rote Kreuz, Save the Children und WWF.

 

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