Neger oder gerne auch Halbneger als wieder etabliertes Wort in Deutschland

Neger oder gerne auch Halbneger als wieder etabliertes Wort in Deutschland

“Neger” oder gerne auch “Halbneger” als wieder etabliertes Wort in Deutschland

Nachtrag aus gegebenem Anlass!!! Es gab vor etwa einem Jahr schon einmal einen Artikel von mir, in dem ich beschreibe, wie es ist als dunkelhäutiger Mensch in Deutschland zu leben. Lest gerne auch da noch mal rein ( klick ). Und hier kommt eine neue unschöne Geschichte aus unserem Leben! Ich habe die Worte schon letzte Woche geschrieben, dachte aber ich lasse noch mal einige Tage vergehen, um mir zu überlegen, ob ich es wirklich öffentlich mache. Aber ehrlich gesagt muss ich es machen, denn wir sind stark, leuchtend, schlau und haben die Reichweite in die Welt! Ich werde nun immer und immer wieder über dieses Thema schreiben. Für alle Kinder dieser Welt und für alle in Deutschland, denen es ähnlich geht! Um zu zeigen, dass wir diese Welt, so wie sie sich gerade entwickelt nicht billigen und alles Menschenmögliche tun, um dagegen anzugehen! Ihr lieben RASSISTISCHEN MENSCHEN DA DRAUßEN! Ihr glaubt gar nicht, wie viel Kraft die Liebe einer Mutter, die zur Löwin wird, bewirken kann! Und ihr glaubt auch nicht, was passiert, wenn sich viele Menschen – schwarz und weiss – die Hände reichen und gegen euch vorgehen. Denn am Ende siegt immer das Licht und ihr seid in den Tiefen der Dunkelheit!

“Neger” oder gerne auch “Halbneger” als wieder etabliertes Wort in Deutschland… Es ist allgegenwärtig! Aber es wird sich wieder ändern müssen !

An einem Tag im Januar
(ungefiltert aus dem Herzen)

Ich sitze hier weinend, wütend, schmerzerfüllt über das Umgehen mit Menschen in unserer Welt! Denn gerade erreicht mich die Nachricht der Lehrerin meiner Tochter!
„… und bitte drücken sie Laéna ganz lieb von mir… im Klassenrat hat sie geweint “

Ich bin so sauer und in mir tobt die Löwin! Ihr habt keine Vorstellung über all das, was in mir und meiner Fantasie gerade wütet! Von daher muss ich gerade diesen Text schreiben und wieder und wieder aufmerksam machen! Hier im Kreise unserer Familie haben wir viele Gespräche darüber, wie und in welcher Form wir diesen unfassbar ignoranten, dummen Menschen entgegentreten sollen. Ich für meinen Teil bin für einsammeln und wegsperren. Dass das nicht geht ist völlig klar, aber ich bin die Mutter meiner Tochter und selbst ein Mitglied unserer Gesellschaft mit der für viele falschen Farbe auf der Haut! Wir schreiben das Jahr 2018! Und was umgibt uns? Bekloppte AfD-Wähler, die noch viel dümmer erscheinen als die Anhänger zu Hitlers Zeiten! Öffentlich per Twitter muss sich Noah Becker als Halbneger (da hat wohl jemand zu viel Harry Potter geschaut) beschimpfen lassen. Von einem Politiker! Ich bitte herzlich um Entschuldigung, aber: “Fuck off!”. Wie Scheiße seid ihr bitte? Ich bin mittlerweile nicht mehr erstaunt über solch öffentliches Kundtun der eigenen Meinung, denn wir befinden uns leider wieder in einer Zeit, in der es anscheinend gebilligt und toleriert wird, dass diese rassistischen Meinungen einfach so ausgesprochen werden dürfen. Trotzdem ist es frustrierend zu sehen, dass Menschen in Machtpositionen heute immer noch andere so beleidigen können, ohne dass es Konsequenzen nach sich zieht.
Genau diese Tatsachen führen dazu, dass andere anfangen, es ihnen nachzumachen und noch viel schlimmer, dieses Verhalten auch an ihre Kinder weitergeben. Und das ist beängstigend.Ich frage mich, wo soll das hinführen?!!
Ich erläutere euch mal den Ist-Zustand in einer Grundschulklasse am Stadtrand von Berlin. Einen Zustand, den ich allgemein sehr bedenklich finde. Nicht nur, weil mein Kind in diesem Fall die Leidtragende ist!

Ein Junge aus der Klasse meiner Tochter beschimpfte sie mit “Neger” und “Flüchtling”. Daraufhin schrieben wir den Eltern des Kindes eine Email, setzten die Lehrerin auf CC und dachten eigentlich, die Eltern würden mit uns in Kontakt treten, mit ihrem Sohn sprechen, ihm erklären, dass man dieses Wort nicht sagt. Er entschuldigt sich, fertig! Aber: Es passiert von Seiten der Eltern – genau: nichts!

3  Wochen  lang ….   Bis  heute!

Nun gut, dazwischen lag Weihnachten, Ferien etc. Aber trotzdem habe ich erwartet, dass sie sich in irgendeiner Form dazu äußern. Keine Antwort scheint in diesem Fall auch eine Antwort zu sein! Bedenklich!

Von Seiten der Schule wird natürlich reagiert. Es gab bereits ein Elterngespräch und ich musste erfahren, dass besagtes Kind angeblich nur das nachspricht, was andere Kinder im Geheimen immer sagen! Alles in allem schlimm, schlimm, schlimm!
Am liebsten würde ich der Klasse mal einen Besuch abstatten und allen Kindern, die anscheinend aus Elternhäusern kommen, in denen weder Anstand, gutes Benehmen noch ein vernünftiger Umgang mit ihren Mitmenschen gelehrt wird, die Welt erklären.
Aber das geht wahrscheinlich zu weit! Ich für meinen Teil bin total erschüttert. Denn es kommt mir gerade so vor, als würden Beleidigungen und rassistisches, unangemessenes Verhalten mittlerweile zum guten Ton gehören. Für mich ist tatsächlich nicht der Umstand schlimm, dass Kinder mein Kind mit Neger beschimpfen. Nein, ich finde es viel viel schlimmer, dass die Eltern keinerlei Reaktion zeigen! Wie sollen denn aus diesen Kindern jemals weltoffene, tolerante Mitglieder unserer Gesellschaft werden? Fast unmöglich!

Ich frage mich als Mutter, wie kann ich mein Kind ohne Sorgen in die Schule schicken? Wie soll mein Kind einfach nur Kind sein und in die Schule gehen? Dort die Dinge lernen, die man in der Schule lernt, ohne sich tagtäglich mit dummen Kindern umgeben zu müssen, die sie vom Wesentlichen ablenken? Wie soll ich mich weiterhin im Zaum halten und hier nicht total ausrasten? Fragen über Fragen, die sich wahrscheinlich wirklich viele Eltern von Kinder mit einem äußerlich sichtbaren Migrationshintergrund stellen mögen. Ich freue mich auf den nächsten Elternabend, um diesen Menschen mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen.

Im weiteren wird Frau Merkel demnächst einen Brief von meiner Tochter bekommen, denn nur wenn ganz oben gehandelt wird und dort das öffentlich zur Schau getragene rassistische Gedankengut ausgemerzt wird, nur dann kann sich auch innerhalb Deutschlands, in unseren Mitmenschen etwas ändern. Ich bin  gespannt, ob wir eine Antwort erhalten.

In diesem Sinne alles Liebe,

Solltet ihr auf Facebook sein dann teilt dort doch gerne den Artikel hier,so erreichen wir gemeinsam noch mehr Menschen (klick)

Auch lesenswert: Ich kann nicht aus meiner Haut ( klick )

Artikel /Interview Eltern Family  geschrieben von der wunderbaren Lisa Harmann (klick)

*Das Foto hat übrigens die wunderbare Malina Ebert von uns gemacht !

 

55 Kommentare

  1. ES SO ERSCHÜTTERND ÜBER EURE ERFAHRUNGEN ZU LESEN: ich hoffe, dass dies nicht zur Regel wird, sonst müssen wir wirklich wieder alle auf die Straße gehen, um gegen Diskremenierung egal gegen wen unseren Protest kundzutun. Ich hoffe, dass dieses schamlose Verhalten der Kinder nicht zu tiefe Wunden in Laenas Seele hinterlässt. (Laena, ich bin übrigens verrückt nach deinen tollen Videos!)

  2. Oh Mann. Dein Text hat mich gerade echt schockiert und macht mich auch irgendwie sprachlos.
    Ich finde auch das schlimme an der Sache ist die (Nicht-) Reaktion der Eltern.
    Würde mein Kind so ein Wort nachplappern/sagen wie auch immer, liegt es ja wohl an mir ihm den Zusammenhang zu erklären und warum es so verletzend ist.
    Es tut mir wirklich unglaublich leid für Laena und ich hoffe für sie, sie kann das gut verarbeiten. Mit dir als Löwenmutter hinter ihr hat sie sicher genügend Kraft und Rückhalt.

  3. Liebe Rebecca,
    ich bin ebenfalls ziemlich geschockt über das Gedankengut mancher Mitbürger. Als hätten wir nichts gelernt…
    Ich finde es aber sehr gut, dass dich so viel Dummheit eben nicht sprachlos macht und werde deinen Artikel gerne teilen!
    Liebe Grüße, Raphaela

  4. Leider wohnen in den Randgebieten viele Leute die nicht weltoffen sind und nicht bereit sind über den Gartenzaun zu sehen. Traurig dass ich das schreibe, aber es war schon etwas blauäugig von euch daraus zu ziehen.

    Freunde von uns sind vor einem Jahr von P´berg nach Randberlin gezogen und sind jetzt langsam akzeptiert worden. Sie sind immer die “Städter”…und das hat nichts mit der Hautfarbe zu tun.
    Dort leben eben viele einfach gestrickte und missgünstige Leute und das ist ein geschlossener Kreis, da kommt man nicht einfach dazu.
    Auch ihre Kinder werden gemobbt. Aus anderen Gründen, sie sind teilweise nicht Mainstream genug und dadurch schnell der Nerd etc.. Da reicht schon als Mädchen nicht auf Topmodel-Kram zu stehen oder in einer Roboter-AG zu sein ..

    Ihr werdet leider noch viel Kraft brauchen und solltet euch ein dickes Fell anlegen. Leider werdet ihr nichts ändern. Diese Familien erziehen eben auch ihre Kinder so.

    Scheinbar hat deine Große eine gute Lehrerin, das ist doch schon mal ziemlich toll! Ich hoffe sie findet Freunde und ihren Platz in der Klasse.

    LG und alles Gute für Euch! Andrea

    • “Blauäugig” finde ich in dem Zusammenhang irgendwie nicht in Ordnung. Es darf doch jeder selbst entscheiden, wo und wie er wohnen mag. Und wenn sich nichts im Kleinen ändert, wo denn dann?

      Ich würde mir an dieser Stelle wünschen, dass Rebecca Mut gemacht wird, dass ihr Kämpfen belohnt werden möge statt ihr zu sagen, dass sie nichts ändern könne. Das einfach hinzunehmen erleichtert die Sache nicht und verändert auch nicht die Situation, die wirklich dringend verändert werden müsste. Für Laena, aber auch für alle anderen, die unter verschiedensten Beleidigungen leiden müssen.
      Liebe Grüße

    • Liebe Andrea, ich finde es auch schlimm, wenn solche Dinge passieren.so etwas gehört mit den Eltern und den Kindern geklärt .
      Ich finde es ist aber auch ein ziemliches Schubladendenken zu sagen, die Leute in den Randbezirken von Berlin seien oft einfach gestrickt und missgünstig! Worauf missgünstig? Wir wohnen selbst in einem Randbezirk von Berlin. Unsere Kinder gehen beide hier zur Schule. Auch wir sind nicht unbedingt Mainstream und unsere Kinder werden deshalb auch nicht gleich gemobbt.
      Wenn man so mit Vorurteilen um sich wirft, ist man auch nicht besser als die anderen!

      • Madeleine

        Danke Birgit. Du “schreibst” mir aus dem Herzen. Genau dasselbe habe ich bei dem Kommentar auch gedacht.

  5. Unglaublich – leider ändern wir Menschen nicht – wir können unsere eigene „heile“ und wohltuende Welt schaffen – Werte aus Überzeugung leben – und unsere Kinder darin aufwachsen lassen und sie so stärken! Das ist das Wesentlichste!
    Kann aber so mitfühlen mit dir!
    Einen wohltuenden Gruß an euch alle – bleibt euch treu!
    Simone

  6. Martina Pichotta

    Liebe Rebecca, Deine Wut ist absolut verständlich. Wir haben den Fall, dass die Freundin meiner Tochter ebenfalls aufgrund der Hautfarbe beleidigt wurde. Meine Tochter selbst wurde aufgrund ihres Gewichts beleidigt. Beides Situationen, in der wir Mütter zur Löwin werden und uns schützend vor unsere Kinder stellen. Mit dem Kind wurde seitens der Schule gesprochen, sowohl in der Gruppe aller Betroffenen, als auch einzeln. Im Moment ist es ruhig und die Lage hat sich entspannt. Das Schlimme ist, dass die Kinder, die andere beleidigen und angehen, nur der Spiegel der Eltern sind und es selbst nicht besser wissen. Die Dummheit liegt bei den Eltern, die dann zu feige sind, sich damit auseinanderzusetzen. Hör nicht auf, Deine Kinder zu stärken und Ihnen Halt zu geben. Wir fühlen mit Euch und tun alles, damit unsere Kinder mit dem Herzen sehen. Herzallerliebst, Martina #Ankermädchen

  7. Liebe Rebecca, erfahrungsgemäß werden diese Eltern wahrscheinlich gar nicht auf dem nächsten Elternabend erscheinen …. da geht man einer Konfrontation doch lieber aus dem Weg.
    Hat die Lehrerin dieses Thema evtl. auch außerhalb des Klassenrats noch im Unterricht thematisiert? An unserer Grundschule gab es letztes Jahr einen ‚Tag der Toleranz‘. Das wurde sehr positiv bewertet. Auch ich als Mama mit roten Haaren und Sommersrossen war Thema, sowie Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Flüchtlinge, dicke und sehr dünne Menschen,…., es gab viel zu besprechen. Es wurden Spielgruppen gegründet und es wurde lange mit den Kindern diskutiert.
    Ich hoffe für euch, dass doch noch ein Gespräch mit den Eltern zustande kommt. LG, Sandra

    • Ich finde das eine tolle Idee. Die Klassenlehrerin sollte einen Tag zum Thema Rassismus machen, zur Geschichte in Deutschland und warum es Gefühle verletzt bestimmte Worte zu sagen. Dann kann Das Kind zuhause Mama und Papa erklären, dass sie falsch liegen.
      Es tut mir so leid. Rassismus ist so schlimm. Kämpf weiter, Löwenmama, ich werde auch immer wo nötig gegen Rassismus kämpfen. Noch mehr als Mama als vorher sowieso schon.

  8. Liebe Rebecca,
    auch ich bin sprachlos. Erschüttert. Und es macht mich traurig zu lesen, wie oft solche Vorfälle immer wieder vorkommen! Ich hoffe, ich kann meine Kinder zu kleinen weltoffen Menschen erziehen, die so wundervolle Kinder, wie deine inspirierende Tochter eines ist, zu schätzen wissen!
    Fühlt euch gedrückt!
    Die liebsten Grüße
    Julia

  9. Liebe Rebecca! Es macht mich so traurig, dass ihr das erleben müsst. Ich finde es so erschreckend und es macht mich so wütend, dass in Deutschland tatsächlich diese hässlichen und dummen Meinungen toleriert werden.
    Doch ich glaube, das wir was dagegen tun können und genau das hast du gemacht. Den Mund aufmachen! Immer und immer wieder! Dagegen halten, wenn möglich erklären (viele sind leider zu dumm um zu verstehen, sie plappern lieber bullshit nach) und vor allem nicht sich klein machen lassen. Haltet zusammen und lasst euch nicht einschüchtern. Ich hoffe, dass du Unterstützung von Seiten der Schule bekommst. Und bitte schreibt diesen Brief an Frau Merkel!
    Bleibt immer stark!
    Alles Liebe
    Julia

  10. ich bin relativ neu hier und habe zu erst dieses schreiben, dann den vom februar durchgelesen..
    eins gin mir nicht aus dem kopf.. dass sich nicht viel verändert hat im vergleich zu der zeit wo man selbst noch die grundschule besucht hat.. ich selber bin 26 jahre alt und mutter von 2 söhnen. wir kommen aus den philippinen, bin aber hier aufgewachsen und mein freund auch hier geboren. nun geht der große in wilmersdorf in die schule wo die klassen recht schön durchmischt ist.
    wir hatten eine recht ähnliche situation, wo einer meinen sohn als chingchangchong chinese genannt hat.. wir haben ihn beigebracht relativ kess zu antworten: “asien ist ein kontinent voller verschiedener länder, frag doch mal deine eltern wo philippinen ist dann sollen die dir erklären das nicht alles china ist..” auf der gegenseite war natürlich nur stille.. so jedenfalls mein sohn.. geweint hat er leider trotzdem.. weil er hier geboren ist.. und jedesmal wenn es denn sagt er ist deutscher kommt immer wieder die gegen frage aber deine eltern müssen doch von iwo anders herkommen.. blabla.. die selben sachen die er erfährt.. die erfahre ich leider auch noch im alltag.. dieses “für eine asiatin können sie ganz gut deutsch.. ganz akzentfrei sogar” ich kämpfe auch mit mir selbst nicht unhöflich zu antworten. und dabei gibt es viel was man anstatt “vielen Dank” sagen könnte… ich fühle mit dir! ich fühle mit deiner tochter.. und wünsche ihr viel kraft solchen ignoranten die stirn zu bieten und einfach weiter nach vorn zu schauen! bitte verliere nicht die hoffnung an die menschen.. es gibt zum glück noch einige weltoffene menschen da draußen! alles alles liebe!

  11. Liebe Rebecca, es tut mir so leid, dass ihr bzw. deine Tochter schon wieder damit zu kämpfen habt. Umso toller finde ich es, dass du deine Reichweite und Stimme nutzt und darauf aufmerksam machst. Schreibt den Brief an Frau Merkel, das finde ich auch – vielleicht auch öffentlich?

    Das N-Wort gehört endlich raus aus jeglichem Wortschatz. Ich kann und will nicht glauben, dass solche Ausdrücke und die Stimmung in unserm Land sich dreht. Wir brauchen einen Aufstand der Anständigen – daher umso wichtiger hier zu kommentieren und dir zu sagen: Ihr seid nicht allein und die Mehrheit will weiterhin in einem weltoffenen Land leben.

    Und darüber hinaus – auch wenn ich keine Mama bin – denke ich, ist es so wichtig, dass Kinder soziale Kompetenz lernen und Toleranz und Rücksicht auf der Tagesordnung stehen. Denn das schwächste bzw. andersartigste Mitglied der Klasse ist ja leider oft Mobbingopfer, mal ganz abgesehen vom Rassismus. Einmal wird über die Dicken gelacht, dann über die Nerds dann über die Ausländer usw. Das war auch damals bei uns so. Ich kam aus einem Dorf und in unserer Klasse wurde ein Junge gehänselt, der aus einer sozial sehr schwachen Familie kam. Und ich erinnere mich noch daran, wie meine Mutter lange Überzeugungsarbeit bei mir geleistet hat, stark und empathisch zu sein und mich gegen die Masse zu stellen und nicht mitzumachen und ihn nicht mehr zu hänseln…

    Echt schlimm, dass die Eltern des Kindes gar nicht auf deine Mail reagiert haben…

    Ich schicke euch viel Kraft, Selbstbewusstsein und Gleichgesinnte – du wirst den Elternabend rocken! Alles liebe *thea

  12. SaraswatiChD

    Es tut mir soo Leid. Ich habe meinem voraussichtlich weißhäutigen und zweisprachigen Fötus gleich als erstes das Buch “Ada Twist – Scientist” gekauft, damit er oder sie gleich von Anfang an lernt, dass Hautfarbe nur eine Farbe ist (und zwar sehr schöne). Als Lehrerin höre ich von dunkelhäutigen Kindern selbst an unserer sehr durchmischten Schule auch einiges an Gruselgeschichten. So wird ein Junge in seinem Fußballverein auf dem Land kaum angespielt. Es ist soo traurig.

  13. Stephanie

    Es ist schlimm dass wir uns in der heutigen Zeit…. Im 21 Jahundert….. 😥
    Ich wünsche euch viel Kraft 🌻

  14. Ani Lorak

    Ja – leider wahr. Gut, dass es in der Schule thematisiert wird und ich fürchte, diesen Eltern wirst Du nicht begegnen. Wir alle können unsere Kinder nur beeinflussen und offen erziehen, aber es gibt auch andere und diese naja. Ich bin Kroatin, in Deutschland geboren, durch Heirat entfällt der etwas andere Nachname. Was mich am meisten erstaunt ist, dass die gegen Ausländer, Immigranten, Flüchtlinge wettern oft selber die Sprache bei Weitem nicht beherrschen – bei diesen erkläre ich es mir mit Angst und Unwissenheit – aber es gibt auch die “vermeintlich” gebildeten. Neger ist nicht schön, aber auch wenn der Junge “Farbige” verwendet hätte, wäre es nicht schöner gewesen, es war wohl beleidigend gemeint. Gut, dass Du es öffentlich machst und darüber sprichst. Die Zeiten dieses unter den Teppich zu kehren, sind vorbei. Manchmal erscheint mir mehr Verständnis mit den “Tätern” denn mit den “Opfern”… Stärke Deine Tochter! Ich frage in Fällen des “Geärgert” werdens, dann ob meine Kinder dieses Person mögen, ob sie ihnen wichtig ist… D. h. nicht wegzuhören, wehren sollte man sich schon.

  15. Liebe Rebecca,
    Unfassbar!! Mir kullern die Tränen vor Wut. Es ist einfach unglaublich wie stock dämlich einige Menschen sind und so viel Leid verbreiten und vor allem deinem Kind durch diese Erfahrung Ratlosigkeit und Traurigkeit zufügen.
    Tatsächlich sind ausschließlich die Eltern anzuprangern, denn sie geben ihrem Kind diese falschen Werte mit.
    Umso wichtiger für uns als Eltern aber auch für alle Pädagogen Aufklärung zu betreiben. Denn nur dadurch kann ein Umdenken stattfinden. Und ich finde nicht, dass es blauäugig war auf‘s Land zu ziehen. Es ist doch schrecklich sich darüber Gedanken machen zu müssen ob ich dorthin oder dahin übersiedeln soll aufgrund irgendwelcher Äußerlichkeiten.
    Ich kann euch nur aus der Ferne viel Kraft, Mut und Zuversicht wünschen. Und deiner süßen Laena richte bitte aus, dass ihre Videos ganz, ganz toll sind und es da draußen in der Welt auch Menschen und Kinder gibt denen es Sch….egal ist welche Hautfarbe sie hat.
    Herzlichen Gruß
    Doris

  16. Mir kommen grad Tränen. Dass die Beschimpfungen gegen Noah Becker durch einen “Politiker” indiskutabel sind, versteht sich von selbst. Aber einem KIND sowas an den Kopf zu hauen und die Nicht-Reaktion der Eltern? Deine arme Tochter! Du bist absolut im Recht mit Deiner Wut. Ich kriege auch immer so eine Wut, wenn ich Hass und Hetze bei Facebook, Twitter und co lese. Aber wenn es ein Kind betrifft, macht es mich traurig. Angst macht mir das politische Klima auch, die neuen Rechten machen doch sowieso keinen Hehl aus ihrer Gesinnung und rufen relativ offen zu Gewalt auf.
    Ich würde nicht per se ausschließen, dass eins meiner Kinder so ein Wort aufschnappt, ABER NIE NIE NIE würde ich das hinnehmen. Rassismus ist keine “Meinung”, sondern Hass. Bei uns würde das thematisiert und ich bilde mir ein, dass meine Kinder verstanden haben, dass jeder Mensch gleich viel wert ist, dass niemand wegen Herkunft, Religion oder Hautfarbe diskriminiert werden darf und dass die “doof” sind, die gegen Flüchtlinge hetzen (darauf bezog sich das Gespräch konkret, es gilt natürlich für alle Mitmenschen).
    Unsere Gesellschaft verroht. Ich bin fassungslos, dass die Eltern dieses Kinds das okay finden. Wird es denn wenigstens nun im Unterricht thematisiert?
    Unterschwellig gab es solche rassistischen Kommentare immer schon. Aber dass das Ganze gesellschaftsfähig ist und die sich trauen, aus ihren Löchern zu kriechen und solchen Hass zu verbreiten, ist neu.
    Wir stehen alle hinter Euch und neben Euch!

  17. Liebe Rebecca!
    Es tut mir sehr sehr leid Euch so leidend zu erleben (und in der Story auch zu sehen) ! Mich macht es auch ganz fürchterlich traurig und wütend! Ich finde, das geht uns alle etwas an, und es ist eben kein “Einzelfall”, sondern ein Problem, das uns alle angeht! Erst einmal müssen wirklich ALLE aufklären, “Nein” sagen! Zu Hause fängt es an, draußen geht es weiter! Und in den Institutionen wie Kiga und Schule dürfen solche schlimmen Vorfälle nicht einfach nur intern geregelt, sondern als bestehendes Problem auch gleich ganz aufgegriffen und sofort und umfassend bearbeitet werden. Was meinen Sie denn mit dem, dass der Junge nur das ausgesprochen hat, was sonst still gesagt wird? Das kann ja jeder behaupten, damit das Kind, und schlussendlich man selbst, aus dem Schneider ist! Ich fürchte, diese schrecklichen Begriffe waren nie ganz weg, und das ist ein riesengroßes Problem. Die ältere Generation hat diese Vokabel als Kind schon verinnerlicht. Und damit meine ich gar nicht mal mit dem schlimmen Hintergrund, sondern oft unwissend, unreflektiert benutzt. Immer wieder darauf ansprechen, an Sichtweisen appellieren… So wichtig! Und dann geht es durch alle Generationen weiter! Nicht müde werden! Ähnlich wie mit der Stellung der Frau inklusive Atttibutszuschreibungen braucht es immer wieder und über Generationen und Generationen Aufklärung und Menschen die für die Gleichberechtigung aller eintreten!……Lasst Euch bitte nicht verunsichern, so schwer es sein mag, es sind einzelne Menschen, nicht die Masse! Und ich hoffe, ich darf Euch von Herzen virtuell drücken!❤️
    Von Herzen Liebe Grüße! Trix

  18. Liebe Rebecca,
    vielleicht kannst du an Laenas Schule anregen, dass mal eine Projektwoche zum Thema Diversität durchgeführt wird. Es gibt richtig tolle Menschen die man buchen kann eine davon ist Tupoka Ogette.
    Leider ist es einfach so, dass wir nicht zur previligierten Mehrheitsgesellschaft gehören. Und, so traurig es klingt, wahrscheinlich auch nie voll ganz dazugehören werden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere Kinder stärken, sie empowern Ihnen so viel Selbstbewussten mitgeben, dass sie lernen damit umzugehen. Auch dafür gibt es Workshops (Für Eltern und auch für Kinder selbst ) du kannst ja mal unter Empowerment für kids schauen. Liebste Grüße an Laena 🙋🏾✊🏾 sie ist ganz bezaubernd und soll sich nicht einschüchtern lassen.

  19. Katrin Westphal

    Ich bin Mama von 2 Mädchen (4&6) und muss sagen, dass es mich persönlich schockt, dass die Eltern sich keineswegs mit dir auseinander setzen… Meine Kinder kennen dieses Wort nicht und wenn würden sie eine Predigt bekommen…
    Ich versuche ihnen stets beizubringen, dass man andere so behandelt wie man selbst behandelt werden möchte… meine große Maus hat Mal im Bus mitbekommen wie eine Frau mit Kind mit anderer Hautfarbe sich rassistische Äußerungen von einem älteren Herren anhören müssen ( dieser wurde gottseidank aus dem Bus begleitet) … Meine Tochter schaute mich danach an und sagte: die Frau ist doch genauso wie wir und der Junge im Kinderwagen ist doch auch ein Mensch …
    Ich finde es schön, dass die kleinsten unter uns keinen Unterschied sehen und alle akzeptieren ohne Vorurteile und davon sollten sich die meisten eine Scheibe abschneiden. es ist echt lobenswert, dass du offen darüber sprichst..

  20. Liebe Rebecca, es macht mich so traurig, dass deine Tochter da durch muss. Ich hoffe dieser Artikel wird von ganz vielen Menschen gelesen, und dass die Stimmen die das verurteilen viel viel viel lauter sind und dass die Menschen, die das immer noch nicht verstanden haben und irgendwo irgendwann stehen geblieben sind, auch mal ihren Verstand einschalten und ihr Herz. Die Schule sollte meiner Meinung nach da ein klares Statement gegen Rassismus setzen und ich finde es klasse, dass Du wachrüttelst. 2018 geht’s noch!!! Fühl dich feste gedrückt <3

  21. Liebe Rebecca,
    es tut mir sehr leid was deiner Tochter passiert ist. Noch viel schlimmer ist, dass sich die Eltern dieses Jungen nicht der Situation stellen. Ich denke, dass da genug Konflikte innerhalb dieser Elternfamilie vorherrschen. Hilflosigkeit, Gleichgültigkeit, Angst vor Konfrontation, Ablehnung von allem, was nicht in ihr eigenes zurechtgelegtes Weltbild passt, Geringe Bildung, … Als Lehrerin an einer weiterführenden Schule habe öfter mit solchen Dingen zutun.
    Vor ein paar Wochen ist meinem Sohn ähnliches passiert. Ein Schüler aus einer anderen Klasse seiner Schule, mit dem mein Sohn nichts zu tun hat, hat ihn auf dem Schulhof zusammengeschlagen und als mein Sohn auf dem Boden lag ihn auf den Kopf und in den Bauch getreten. Einfach so. Weil er wütend war. Mein Sohn hatte das Pech, dass er ihm in diesem Moment als erstes über den Weg lief und viel kleiner war. Zum Glück hat das ein Lehrer gesehen und konnte schlimmeres verhindern. Mein Schwiegervater und ich haben einige Stunden in der Notaufnahme des Krankenhauses verbracht. Die Wunden konnten zum Glück gut versorgt werden. Nach einigen Tagen Behandlung konnte er auch wieder zur Schule gehen.
    Was mich richtig wütend und traurig macht ist, dass sich die Eltern des Jungen nicht entschuldigt haben und auch nicht Stellung beziehen wollen. Von schulischer Seite liefen einige Disziplinarmaßnahmen, aber von den Eltern nichts.
    Ich habe das persönliche Gespräch dann erzwungen. War aber ernüchternd.
    Viele Liebe Grüße an Laéna.
    Ruth

  22. Liebe Rebecca,
    Ich arbeite an einer Grundschule, an der alle Hautfarben vertreten sind und Kinder aus aller Herren Länder. Meine Tochter hat diese Schule ebenfalls besucht und zwar genau aus diesem Grund: Die Vielfalt ist dort ganz normal! Genau so wie auf unserer Erde! Daher kommen Hänseleien oder Mobbing aufgrund der Herkunft oder Erscheinung eigentlich nicht vor, würden aber laut Schulordnung sofort unterbunden werden und hätten Konsequenzen, auf jeden Fall aber würde eine vernünftige Entschuldigung eingefordert werden. Daher kann ich es nicht nachvollziehen, dass dies in eurem Fall nicht erfolgt ist. Ich würde dies an deiner Stelle noch einmal kommunizieren, denn ich finde in so einem Fall ist keine Reaktion Wasser auf die Mühlen der Mobber und ein ganz falsches Signal, heißt es doch so viel wie: hier ist es okay, dass nichts geschieht, denn es ist eine Lappalie. Und das ist es eben nicht.
    Gut finde ich die Idee, in die Klasse zu gehen und mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und sie dich alles fragen zu lassen, was sie wissen möchten. Die Eltern wird man nicht unbedingt ändern können, aber die Kinder haben noch die Chance, durch Input ( was sie zu Hause offenbar nur in einer Richtung bekommen ) weltoffen zu werden oder zu bleiben. Liebe Grüße ♡

  23. Es ist und bleibt Furchtbar und es muss sehr schmerzen diese Worte zu hören. Ich habe mir vor einiger Zeit sehr viele Gedanken darüber gemacht warum es immer noch oder wieder so viele Menschen gibt, die alles was anders ist als sie selbst abwärten und nieder machen wollen. Es ist nur eine Theorie, ich glaube es liegt daran, dass dieser Alltags Rassismus nie weg war und gerne mit Nostalgie oder “das sagt man halt so” weggelächelt wird. Ich vermute, dass es daran liegt, dass sich viele Menschen keine Gedanken über Sprache machen und auch zum Beispiel Floskeln usw. nicht hinterfragen. Ja früher hat man Mohr oder Neger oder was auch immer gesagt, ja das war scheiße, hatte aber einen geschichtlichen Hintergrund (was es nicht weniger scheiße macht). Sprache verändert sich, ich frage mich nur, warum so abfällige Begriffe bleiben und andere “schöne” Begrifflichkeiten verschwinden. Vielleicht liegt es daran das viele Menschen aus Scham,zum Beispiel dem alten Herrn an der Supermarktkasse nicht sagten, dass man “Negerkuss” nicht sagt. Meine Tochter wurde im Sommer eingeschult, eine der ersten Hausaufgaben war ein Arbeitsblatt auf dem es um den Buchstaben M ging. Die Kinder sollten den Mohren suchen (neben Bei auch noch die D-Mark). Natürlich war mir klar, dass es keine Böse Absicht der Lehrerin war. Sie nahm einfach ein Arbeitsblatt welche sie schon 40 Jahre benutzt ohne es sich anzuschauen und hat es verteilt. Ja ich hätte es wegelächen können, es als Kleinigkeit abtun können. Ich bin aber am nächsten zu der Lehrerin und habe sie mit der Bitte ihre Arbeitsblätter zu überarbeiten daraufhingewiesen. Oder ein anderes Beispiel, vor einem Jahr war ich mal wieder in meiner Heimatstadt, dort hing im Fenster immer ein Schild als ich noch Kind war. Auf dem Schild war ein dunkelhäutiges Kind abgebildet und daneben stand Eisneger (Eis mit Schokoladenüberzug) Ich ging mit meinen Kindern zu besagter Eisdiele und ich konnte es nicht fassen, dass Schild war immer noch da. Ich fragte höflich warum immer noch keiner auf die Idee gekommen ist es abzunehmen. Antwort war “das ist doch nicht schlimm, dass ist nostalgisch” Ich antwortete, “nein, dass ist nicht nostalgisch, dass ist rassistisch. Oder möchten sie aus nostalgischen Gründen Spaghettifresser genannt werden”? Am nächsten Tag war das Schild weg. Was ich damit sagen will ist, die Hemmschwelle solche Dinge zu sagen singt, wenn immer noch akzeptiert wird, dass so etwas aus Spaß oder, ” ja das sagt man so” Salonfähig ist. Das ist das traurige, auch dem Nachbarn sollte man sagen “Nee, nebenan sind keine Neger eingezogen, sondern Familie soundso!” ich wünsche euch viel Kraft und alles Gute

  24. Liebe Rebecca und Laena,
    es macht mich wütend und traurig, dass ein so tolles Mädchen sowas durchmachen muss….was für Idioten gibt es dich auf dieser Welt…ich drück Euch zwei ganz lieb.
    Liebe Grüße
    Barbara

  25. ich folge dir auf insta und finde dich und deine kids einfach zauberhaft. umso schrecklicher finde ich, was deine hübsche kleine maus da erlebt an ihrer schule.
    und ich teile deine meinung, dass es nicht die kinder sind, denen man einen vorwurf machen muss. sie saugen alles ungefiltert aus den medien (welche auch immer) auf und wissen es aufgrund ihres alters zumindest jetzt noch nicht einzuordnen. hier ist es unbedingt sache der eltern zu erklären und „richtig“ und „falsch“ zu vermitteln. ist dann wahrscheinlich nicht gewollt in eurem fall, wahrscheinlich weil es die eigene gesinnung widerspiegelt. mein 12 jähriger hatte die tage auf seinem whatsapp-status stehen: „mir ist ganz egal, ob du dick oder dünn, schwarz oder weiß, groß oder klein, arm oder reich bist, wenn du nett zu mir bist, bin ich auch nett zu dir ;-)“ und so halten wir es hier bei uns seit je her. drück deine kleine tolle prinzessin ganz dolle von mir und sag ihr, dass sie ein ganz tolles, wunderschönes und starkes mädchen ist und solche dummen idioten mit links in die tasche steckt! ganz liebe grüße, nicole

  26. Liebe Rebecca, diese Erfahrungen müssten weh tun. Als Frau mit Migrationshintergrund möchte ich mich auch gerne äußern, denn in letzter Zeit werde ich leider auch sehr mit Sprüchen konfrontiert, die mich dazu bringen, vor Wut zu schäumen. Ich habe schwarze Haare und dunklere Haut. Meine beiden Söhne auch.
    Eine Mutter vom Kindergarten sagte im direkten Gespräch:’Ich will nicht, dass mein blondgelockter Engel mit lauter Schwarzköpfen in einer Klasse sitzt später. ‘Mein Sohn ist so einer.’ Kinder von Freunden werden in der Schule als ‘Orang-Utan’ bezeichnet… Die Liste wird leider immer länger… Und manchmal halte ich es schwer aus… Ich ärgere mich massiv, dass rassistische Sprüche salonfähig werden… Und der Spruch des Afd Politikers toppt so einiges. Das schlimme ist doch, dass meist keine Konsequenzen sichtbar sind.
    Seine Stimme zu erheben und auf die Straße zu gehen, wird langsam unerlässlich.
    Ganz liebe Grüße und viel Kraft an Laena

  27. Ich bin auch total schockiert.
    Ich habe wirklich Angst in welch einer Welt und Gesellschaft unsere Kinder aufwachsen werden.
    Haben die Menschen nichts aus unserer Vergangenheit gelernt?
    Es ist doch völlig egal welche Hautfarbe oder Nationalität wir haben.

    Ich wünsche Euch ganz viel Kraft.

  28. Christina

    Liebe Rebecca
    Ich erinnere mich an wenig Details aus meiner Kindergartenzeit! Ich kann mich aber an bestimmte Vorfälle erinnern, als wären sie gestern passiert; leider! Ich bin in einem kleinen Dorf in Norddeutschland aufgewachsen, in dem 1,5 Ausländer lebten… Meine Mutter und ich! Nicht nur Ausländer, nein, auch noch ‚schwarz‘ und ‚braun‘ – oder wie man anscheinend heute sagt: Neger und Halbneger, bzw. Mischvölkling!
    Der Kindergarten, in den ich ging, hatte eine lange Fensterfront. Eine Fensterfront, die es möglich machte, nach einem langen Morgen im Kindergarten endlich die Mami zu sehen, wenn sie ihren Schatz abholen kam. Je mehr Zeit verging, desto mehr hasste ich diese Fensterfront! Jedes Mal, wenn meine Mutter kam, ging es los… ‚die Negerpuppenmama kommt‘ oder ‚gleich gibt‘s wieder Negerküsse‘ , etc.
    Es wurde für mich so schlimm, dass ich nicht mehr wollte, dass meine Mama mich abholt. Ich wusste nicht, was das Wort Neger bedeutet, habe aber wohl instinktiv eine negative Assoziationen hergestellt! Ich habe meiner Mama nichts gesagt und habe ab sofort am Tor auf sie gewartet! Meine Mama, eine kämpferische Löwin, wie du und auch ich mittlerweile, hat es natürlich gemerkt und die Erzieherin zur Rede gestellt! Diese konnte ihren Ärger nicht verstehen und meinte ‚Es sind doch nur Kinder‘….
    Was ich damit sagen will ist, dass sich nie was ändern wird, wenn Lehrpersonen, Menschen mit Vorbildfunktion, Politiker, etc. diese Vorurteile vorleben… In Deutschland gibt es im Moment eine Hetze, die toleriert und vorgelebt wird – wo diese Hetze hinführen kann und schon einmal hingeführt hat, wissen wir alle! Umso wichtiger ist es, unsere Kinder zu bestärken, ihnen Selbstbewusstsein mit auf den Weg zu geben und ihnen beizubringen Rückgrat zu beweisen, ihnen immer wieder zu sagen, was für tolle Menschen sie sind! Jeder einzelene so wie er ist: schwarz, weiß, dick, dünn, groß, klein…
    Ich bin dankbar, dass meine Tochter sich nicht mit dem Thema beschäftigen muss! Sie geht in eine ‚gut gemischte‘ Klasse
    mit Albanern, Vietnamesen, Italienern, Portugiesen, Türken, Indonesiern, etc. und lernt Dinge, von denen ich teilweise noch nie gehört habe! Die Kinder profitieren von Multikulti, wenn man das Positive darin sieht und dies auch fördert! Auch Erwachsene können davon profitieren, wenn sie es zulassen…
    Es könnte so einfach sein!

    Liebe Laena,
    du bist ein wunderschönes Mädchen mit einem wunderschönen Lächeln – vergiss das nie!

    So… ein ziemlich langer Text zu einem Thema, das es eigentlich gar nicht geben sollte! Damals nicht, heute nicht und in Zukunft nicht!

    Ich grüße dich herzlich, liebe Rebecca!

    Christina

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  29. Annekathrin

    Ich finde es wichtig schon im Kindergarten den Schwerpunkt auf “Soziales Lernen” zu setzen!
    Leider sind viele Eltern nicht ( mehr?) in der Lage ihren Kindern ein Vorbild zu sein und Werte zu vermitteln.
    Auch finde ich, dass die Schule ein Gespräch mit euch und den Eltern des Jungen organisieren kann und sollte. Im letzten Sommer habe ich Eltern eines Mädchen zu einer Beratung eingeladen, da sie in der Vorschule zu einem Mädchen gesagt hat, sie dürfe braunen Kindern keine Bonbons geben.
    Die Eltern mussten sich erklären, überlegen wo solche Äusserungen ihren Ursprung haben könnten.
    Und wir haben deutlich formuliert, dass sie sich eine andere Schule suchen müssen wenn Sie solchen Aussagen ihrer Tochter tolerieren, da wir eine Schule sämtlicher Nationalitäten sind und sein wollen!
    Es ist wichtig klare Ansagen zu machen und Grenzen gegen den Rassismus zu setzen!
    Da reichen Umarmungen von Lehrern und Entschuldigungen allein nicht aus!

  30. Unfassbar! Das darf und möchte ich nicht billigen und tolerieren. Ich bemühe mich sehr aus meinen Kindern weltoffene Menschen zu machen und finde es so traurig,dass andere Menschen solche Anfeindungen und Null-Reaktionen erleben müssen! Ich schäme mich so sehr dafür! Danke,dass du diese Anfeindungen thematisierst und wir so die Möglichkeit haben alle wie Löwen für Toleranz zu kämpfen! Ich bin dabei!

  31. Severine

    Wirklich traurig und beschämend!! Ich kann deine Wut und Traurigkeit absolut nachvollziehen! Ich wünsche dir für die nächste Begegnung mit den Eltern, einen kühlen Kopf und die richtigen Worte auf der Zunge! Mögen sie vor Scharm im Boden versinken.
    Fühlt euch gedrückt! Alles Liebe Severine

  32. Das tut mir unfassbar leid! Einfach nur traurig wie viele dumme Menschen es gibt, die anscheinend wirklich meinen das sie etwas besseres seien.
    Ich wünsche mir für jedes Kind so eine Löwenmama und das Vertrauen, dass das Gute siegt!

  33. Hallo,
    Zunächst einmal möchte ich dir sagen, wie sehr es mir leid tut, was ihr mitmachen müsst. Vor allem und Tochter.
    Ich kann auch verstehen, dass du von den Eltern enttäuscht bist. Leider glaube ich, dass genau da das Problem liegt. Kinder sehen nämlich nicht die Unterschiede. Unsere Tochter hat immer von dem “Mädchen mit den dunklen Locken” gesprochen. Sie ist nicht auf die Idee gekommen, dass sie dunkle Haut etwas besonders ist. Auch wüsste sie nicht was das Wort Neger überhaupt bezeichnet. Erstmals aufgetaucht ist es bei Pippi Langstrumpf für sie und wurde auch dort gelassen.
    Die Eltern bringen den Kindern den Umgang mit den Mitmenschen bei. Ich meine, was sind das für Menschen, die das in Ordnung finden?
    Lasst euch nicht davon zu sehr runterziehen. Zum Glück ist es eine Minderheit und ich hoffe deine Tochter hat genug Kinder um sich, die ihr den Rücken stärken!
    Alles Liebe!
    Johanna

  34. Ani Lorak

    Ich lese heute Morgen in der WAZ, dass H&M einen farbigen Jungen einen Hoodie mit dem Aufdruck ‘Cooles Monkey in tue jungle” tragen lässt…Daraufhin hat ein Designer gekündigt und H&M stoppt die Kampagne. Nur mal als Kommentar. Die Welt ist leider nicht so, dass der Spruch egal wäre, dass es egal wäre, werden Hoodie trägt. Aber es muss was gesagt werden, sonstschleicht es dich ein..

  35. Danke für deinen Artikel. Da ich selbst auch dunkelhäutig bin, kenn ich solche Kommentare mir bzw meinen Geschwistern nur allzu gut… ” bloss nicht anfassen, sonst wirst du genauso schwarz”, Affe, Neger, “damals hätte ich dich vergasen dürfen du Neger”, und erst neulich in aller Öffentlichkeit den Hitlergruss direkt in das Gesicht meiner Tochter und mir…
    Menschen die solche Worte aussprechen sind leider in den seltensten Fällen belehrbar. Daher bleibt uns oftmals nichts anderes übrig als unsere eigenen Kinder von innen aus zu stärken. Ein starkes Selbstbewusstsein und die Freude über meine eigene Hautfarbe hat mir damals geholfen viele Sprüche an mir abprallen zu lassen.

  36. Das tut mir sehr leid, dass ihr so mit diesem Thema zu kämpfen habt. Und leider kann ich – aus meiner weißen, westdeutschen – (multikulti)Blase bestätigen, dass sich rassistische Gegebenheiten häufen und es für einige wohl immer normaler wird, sich so zu äußern. Mir schnürt es bei so etwas als Nichtbetroffene immer die Kehle zu und ich mag mir garnicht vorstellen, wie es euch dabei geht.
    Man darf sich solche Äußerungen nicht gefallen lassen und jeder einzelne von uns ist in der Pflicht, diesen Vollidioten Paroli zu bieten!

  37. Ich habe den Artikel gelesen und mich als erstes daran gestoßen das du die N-Worte ausschreibst. Ich als Schwarze Deutsche Frau verbinde schmerzliche Erinnerungen des gehänselt werden mit genau den Begriffen, genau wie Deine Tochter. Ich denke das man dazu Beitragen kann das sie nicht wieder gängig werden in dem man sich bemüht diese nicht zu reproduzieren. Davon abgesehen tut mir Deine Tochter sehr leid und ich hoffe das ihr als Eltern gute Wege habt sie zu stärken und diesen immer präsenten Rassismus zu bewältigen. Als Mutter einer schwarzen Tochter mach ich mir auch jeden Tag Gedanken darüber wie ich dies am Besten tue. Viel Glück.

  38. Ihr Lieben,
    rassistischen Äusserungen dürfen wir nicht stehen lassen.Das ist nichts, was einem nur leid tun sollte. Das ist etwas, das wir nicht tolerieren dürfen!!! .Wir sind der Salon!!! Und diese Worte sind definitiv nicht salonfähig!! Unsere Freiheit und unsere Sicherheit sind nicht selbstverständlich. Schon einmal haben wir es als Gesellschaft erlaubt, dass Angst und Hass unser Leben bestimmten. Wie viel Leid hat dies verursacht.
    Ich habe kürzlich einen Film aus den 30er Jahren angeschaut. Der war um einiges emanzipierter als die meisten Filme jetzt. Das war vor der Nazi Zeit. Da habe ich verstanden, dass sich die Leute damals vielleicht auch ziemlich sicher fühlten.Dass die vielleicht auch dachten, wie fürchterlich oder wie peinlich, wenn sie rassistische Äusserungen hörten. Aber die wenigsten werden geglaubt haben, dass die Nazis die Macht übernehmen und das Schicksal aller bestimmen würden!
    Wir dürfen so etwas nicht ,betreten zur Seite guckend tolerieren!!
    Nicht nur Du solltest die Eltern zur Rede stellen müssen Rebecca!! Dies ist ganz klar Aufgabe der Schulleitung und der Lehrer. Von Ihnen würde ich das einfordern. Ich selbst kann Deine Wut und Empörung sehr gut nachempfinden.Nutze sie! Connecte Dich mit anderen Eltern der Schule, denen klar ist was Offenheit, Inklusion und Vielfalt für uns alle für einen Wert hat!!! Ich hoffe , es gibt sie zahlreich und lautstark! Ich hoffe diese Geschichte geht gut aus.Es liegt an uns allen.Wir müssen laut sein nicht leise!!Das ist unser Salon und der unserer Kinder!!

  39. Sehr traurig! Ich muss ebenfalls sagen, das vor allem die Vorschulzeit, die schlimmste Zeit meines Lebens war. Kinder können sehr gemein sein und das schlimmste ist ja das Sie es von Haus aus auch noch mitbringen. Es gibt leider viele Fälle wo Eltern ihren Kindern ein schlechtes Vorbild vorleben, da wundert es mich überhaupt nicht, dass die sich nicht entschuldigen. Mir hat es in der Schule geholfen, das ich wirklich über jedes Mobben mit den Lehrern gesprochen habe und so wurde ich irgendwann in Ruhe gelassen, weil in der Schule doch so ein Verhalten bestraft wird.

    Laena du bist so ein wunderschönes, kluges Mädchen, lass dich von dummen Menschen nicht runterziehen, wenn die merken das du stark bist und dich nicht runterkriegen lässt, wird es denen irgendwann langweilig.

  40. Liebe Rebecca,
    es erschüttert mich dies zu lesen.
    Ich kenne die Gegend in der ihr wohnt ein wenig, weil ich dort meine Teenagerjahre verbracht habe. Ich bin sehr traurig darüber, das noch immer keine Weltoffenheit durch die Dörfer/ Ortschaften gezogen ist.

    Leider habe ich hier auf Arbeit auch ein Exemplar was sich vehement dagegen ausspricht das sein Kind mit einem Zitat ” anders farbigen Flüchtling” in eine Klasse geht. Da kann ich auch immer nur reden und für Offenheit werben. Aber leider ist es auch da anerzogene Engstirnigkeit.

    In der Grundschule des Sohnes einer Freundin in Werneuchen wird es demnächst Anti-Mobbing Tage geben (dort aus Grundsätzlichen Themen heraus). Schlimm das solch ein Verhalten von immer jüngeren Kinder (jedenfalls meine Wahrnehmung) ausgeführt wird. Aber wie viele schreiben, Spiegel der Eltern.
    Ich wünsche euch viel Kraft. Und vlt kannst du mit der Schule/ Lehrerin zusammen anregen bei der nächsten Projektwoche auch das Thema Rassismus und Mobbing zu thematisieren. Damit es losgelöst von den aktuellen akuten Problemen in verschiedenen Facetten beleuchtet werden kann.

  41. Heike Hartmann

    Ich bin Lehrerin, arbeite in meinen Beruf schon lange. Kinder hänseln sich gegenseitig, streiten, beleidigen sich und mobben sogar manchmal. Das ist heute so, das war schon vor 20 Jahren so. Kinder kennen keine political correctness, beleidigen andere Kinder auf Grund ihres Aussehens (Leibesfülle, Sommersprossen oder eben dunklere Hautfarbe). Die Beleidigungen auf Grund der Religionszugehörigkeit oder des Geschlechts kommen übrigens ausschließlich von Kindern mit arabischen Migrationshintergrund (“Judensau”, Hure”), darüber möchte aber irgendwie keiner gerne sprechen. Aus meiner Erfahrung helfen den Kindern, die Beleidigungen und Hänseleien ertragen mussten, keine Klassenkonferenzen. Ich kann Ihnen nur raten, Ihr Kind stark zu machen, ihm Selbstvertrauen mit auf den Weg zugeben, anstatt zu versuchen auf der “Halbneger-H&M”-Empörungswelle Aufmerksamkeit für Ihren Blog zubekommen – den davon hat Ihr Kind nun wirklich nichts.

    • Sehr geehrte Frau Hartmann,

      ich möchte als Muslimin auch noch mal etwas einwerfen: Ich glaube, dass es nicht sehr konstruktiv ist, einer bestimmten Gruppe ‘arabischstämmig’, AUSSCHLIEßLICH, eine bestimmte Eigenschaft zuzusprechen.
      Wie oft wurde ich von verschiedensten MENSCHEN, auf den denkbar unterschiedlichsten Arten und Weisen diskriminiert und mit vorurteilslastigen Fragen konfrontiert.
      Ein norddeutscher Kommilitone sagte es mal wie folgt: ‘Du wirst niemals Karriere machen. Du bist Türkin, Muslimin, Arbeiterkind, Frau und klein. Wenn ich will, kann ich mir jederzeit meine Hausarbeiten von meinen Eltern schreiben lassen.’ Er hat zwar nicht Recht behalten, aber es zeigt sehr viel die Denkmuster in Köpfen.
      Meine Mutter trägt Kopftücher und muss sich schlimmere Sachen anhören als in den letzten vierzig Jahren.
      Paar Gedanken am Rande von mir.

    • Christina

      Die Thematik als ‚Empörungswelle‘ abzutun empfinde ich als falsch und ignorant! Das Problem liegt auch nicht in der Bestärkung der Kinder sondern darin, dass das Problem einerseits gerne totgeschwiegen und/oder andererseits auch heruntergespielt wird!

  42. Corinna Becker

    Sehr geehrte Frau Hartmann,

    hier geht es nicht nur darum, sein Kinder stark zu machen! Das ist natürlich immer eine gute Sache, aber der Fall liegt anders. Der Inhalt von Mobbing ist variabel. Da stimme ich zu. Und dass arabisch stämmige Kinder auch rassistische und Frauen verachtende Äußerungen machen, wie in ihrem Post zu lesen, glaube ich sofort.
    Wenn wir uns eine weltoffene und tolerante Gesellschaft erhalten wollen, müssen wir uns Folgendes klar machen: Tolaranz bedeutet nicht, dass jeder Idiot alles sagen oder machen kann und dass wir rassistisches Verhalten oder andere Arten von Mobbing tolerieren können. Toleranz bedeutet, dass wir für Vielfalt einstehen und dass jeder so sein darf, wie er ist, solange er die Regeln unserer Gesellschaft befolgt. Als Weltoffene und tolerante Gesellschaft müssen wir wehrhaft sein. Weder grabschende Männer egal welcher Herkunft noch rassistische Äuserungen haben darin Platz.

  43. Liebe Rebecca, das tut mir so leid. Wie ekelhaft.
    Ich finde, die Schule MUSS sich weiter einsetzen, es kann nicht sein, dass die Eltern damit davon kommen, und es am Ende heißt: Ja, meine Güte. Man muss doch zeigen, dass das nicht geht und dass Fremdenfeindliche Gesinnungen in der Unterzahl sind!
    Und ich finde es nicht blauäugig, dass ihr da rausgezogen seid, ich finde es mutig und wünsche mir, dass ihr da bleibt, mit den Menschen im Kontakt seid und dass ihr genau diese Kämpfe jetzt durchsteht und gewinnt, um zeigt, wie dumm es ist, Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft…. schlecht zu behandeln. Es ist so rückständig!
    Zu dem Kommentar von der Lehrerin kann ich Folgendes sagen: Ja, Kinder sind auch von sich aus gemein, es werden die schwächeren, die anderen gehänselt und ja, das war schon immer so. Aber erstens war es auch schon immer Aufgabe der Eltern, sie genau dann mal zur Seite zu nehmen und zu erklären, warum eben genau das nicht cool ist. Und zweitens ist ein Wort wie “Neger” ganz klar nicht aus dem Kopf des Kindes entstanden, sondern das hat es von den Eltern. Deshalb müssen die Eltern hier mal ran. Zu den Vorwürfen, dass manche arabische Kids auch unmögliche Statements abgeben: Ja! Aber das wird meiner Meinung nach überhaupt nicht hingenommen. Arabische Mitbürger bekommen genug Kritik. Und ich habe auch schon mal in der Kita einen Vater beiseite genommen und ihm klipp und klar gesagt, dass gewisse Dinge nicht gehen und dass er das seinen Kindern mal klar machen soll (da ging es genau um sowas). Das finde ich selbstverständlich. Insofern sollen auch die anderen Eltern sich nicht ducken, sondern mit dir kämpfen.
    Dass sie noch schreibt, du wolltest hier Clickbait betreiben zeigt, wieviel Missgunst sie in sich hat. Nicht schön.
    Es ist wichtig, dass du das hier aufschreibst. So zu tun, als sei es nicht da, macht das Problem noch größer.
    Das gilt auch für solche, die sagen: ach komm, wer denkt denn bei einem schwarzen Kind (noch) an einen Affen. Ist doch halb so wild. Man vergisst in der inklusiven Blase und wenn man weiß ist (und eben nie diskriminiert wurde) manchmal, dass es das immer noch gibt, aber so ist es eben nicht und da müssen wir uns alle immer wieder daran erinnern.
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht und wünsche dir viel Kraft. Große Umarmung.

  44. Pingback: Freitagslieblinge: Wenig ich aber viel uns | motzmama

  45. Ich habe gerade erst die Artikel gelesen.
    Ich muss sagen, ich bin fassungslos.
    Und man kann jedem Kind dem sowas passiert kann man nur eine so tolle starke und tapfere Mama bzw Eltern wie dich/euch wünschen.
    Ich hoffe immer nur das ich es schaffe meinen Sohn offen zu erziehen, so zu erziehen das für ihn Äußerlichkeiten keine bzw nur eine untergeordnete Rolle, spielen. Das er den Menschen sieht in all seinen facetten.
    Ich hoffe das wir als Eltern es schaffen, ein gutes Vorbild zu sein und so hoffentlich unseren kleinen Teil dazu beitragen können, das so etwas nicht passiert.
    Laena ist so ein zauberhaftes Mädchen ( was man von euch so sieht) und es ist ihr und euch zu wünschen, dass die Kinder und erst recht die Eltern zur Vernunft kommen!

  46. Kleine Schützenhilfe von der anderen Seite:
    Ich falle optisch perfekt in das Nazi-Ideal. Groß, schlank, blondgelockte Haare, blaue Augen. Und ich muss sagen, dass ich mich von den Wahlplakaten der AfD als Mensch und Frau extrem degradiert, beleidigt und unterschwellig auch bedroht fühle. Dort werden “deutsche Frauen”, was auch immer sie sich genau darunter vorstellen, als schutzlose, zierliche, bedrohte Wesen dargestellt, die sich nicht alleine in der Welt zurechtfinden.
    Ich bin kein Aushängeschild, kein großer Preis, den es zu gewinnen gilt, kein Vorführpüppchen, an dem sich der gemeine AfD-Anhänger zum “richtigen Mann” aufgeilen kann, weil er meint, mich großherzig und gönnerhaft vor irgendetwas beschützen zu müssen. Mir ist mein Aussehen zur Zeit fast schon unangenehm. Und das sehr viel mehr vor (offensichtlich oder unterschwellig) Rechten als vor Personengruppen, vor denen mich die Rechten angeblich beschützen wollen.

    Rassismus und Sexismus sind eine Bedrohung für uns alle, auch die, von denen man eigentlich meinen würde, dass es ihnen egal sein könnte. Und auch wenn ich denke, dass das beleidigende Kind wirklich nur nachplappert, was andere ihm vorsagen, weil Kinder nun mal wahnsinnig gerne Dinge, die sich nicht ändern lassen, als Provokation verwenden (Brillenschlange, Lehrerkind, Bohnenstange), brauchen die Eltern dazu defintiv mal Nachhilfe. Dem Kind selbst kann ich es kaum übel nehmen, da es die geschichtlichen Hintergründe höchstwahrscheinlich nicht kennt und einfach nur ein Wort gefunden hat, mit dem es deine Tochter ärgern kann. Das Beste, was wir tun können, ist eigentlich, uns nicht ärgern zu lassen. Oder den Ärger in Momentum zu verwandeln, um den Leuten zu zeigen, dass Diversität etwas Wunderbares und so so Wichtiges ist.

  47. Pingback: Nennt mich nicht Neger! Von Sprache und Rassismus

  48. Liebe Rebecca,

    Ich kann deine Wut, Empörung, Hilflosigkeit usw. nur allzu gut nachempfinden. Meinem Sohn, inzwischen 23 Jahre alt, ging es sehr ähnlich. Nicht nur die Kinder und Eltern aus entsprechenden Familien (ich denke die Kinder plappern das nach, was Zuhause gesprochen wird!!!) haben mich ewig auf die Palme gebracht, sondern vor allem die Lehrkräfte, bei denen er immer wieder sein Leistungsvermögen unter Beweis stellen musste und trotzdem schlechter bewertet wurde als die Anderen. Denn was nicht sein darf kann es ja nicht geben: ein intelligentes dunkelhäutiges Kind. Sehr üble Geschichte, dieser verdeckte Rassismus…
    Haltet die Ohren steif und viele liebe Grüße

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